Russland-Ausstieg Reifenhersteller Nokian baut neues Werk in Rumänien

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Für kaum ein Unternehmen hatte der russische Angriff auf die Ukraine so schwerwiegende Folgen wie für den finnischen Reifenproduzenten, der dadurch einen Großteil seiner Kapazität einbüßte. Nun geht es im EU-Land Rumänien weiter.

So soll das neue Nokian-Werk in Oradea einmal aussehen. Die die kommerzielle Reifenproduktion soll Anfang 2025 anlaufen.(Bild:  Nokian)
So soll das neue Nokian-Werk in Oradea einmal aussehen. Die die kommerzielle Reifenproduktion soll Anfang 2025 anlaufen.
(Bild: Nokian)

Im Oktober hat Nokian Tyres eine Vereinbarung über den Verkauf seiner russischen Niederlassung unterzeichnet, die bis vor dem Krieg Russlands gegen die Ukraine für rund 80 Prozent der europäischen Produktionskapazität des Unternehmens stand. Nun hat der Vorstand beschlossen, wo es weitergehen soll. Die neue Fabrik wird in Oradea im Nordwesten Rumäniens nahe der ungarischen Grenze entstehen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Die jährliche Produktionskapazität des Werks soll bei rund sechs Millionen Reifen liegen und sich auf größere Felgengrößen für Pkw und Geländewagen für den mitteleuropäischen Markt konzentrieren. Die Gesamtinvestition wird voraussichtlich rund 650 Millionen Euro betragen. Der Baubeginn ist für Anfang 2023 geplant, die kommerzielle Reifenproduktion soll Anfang 2025 anlaufen. Die geplante Belegschaft des rumänischen Werks umfasst etwa 500 Mitarbeiter.

„Diese Investition ist eine wichtige strategische Entscheidung, die uns den Weg für künftiges Wachstum ebnet. Eine solche Produktionsstätte der Extraklasse in Europa ist ein wichtiger Schritt, um zusätzliche Kapazitäten zu schaffen und eine ausgewogene Produktionsplattform aufzubauen, jetzt, wo wir mit dem Bau des neuen Nokian Tyres ohne eine Präsenz in Russland beginnen“, sagt Jukka Moisio, Präsident und CEO von Nokian Tyres.

Nokian hatte nach eigenen Angaben mehr als 40 Standorte bewertet. Die Fabrik soll keine CO2-Emissionen verursachen, da sie grüne Energie nutzen wird, die in der Nähe des Standorts erzeugt wird. Oradea wird neben dem Stammsitz in Finnland und dem 2020 eröffneten Werk im US-amerikanischen Dayton der dritte Produktionsstandort des Unternehmens sein.

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