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Reifenmarkt: Standschaden

| Autor / Redakteur: Jan Rosenow / Jan Rosenow

Der Reifenabsatz schrumpfte im Vorjahr deutlich, im Reifengroßhandel geht der größte Player pleite, und nun kommt noch der Corona-Shutdown hinzu. Was bedeutet das für den Reifenmarkt 2020? Großhändler, Reifenhersteller und Verbände versuchen sich an einer Prognose.

(Bild: Holz/»kfz-betrieb«)

Der Reifenmarkt schleppt sich schon seit Jahren auf niedrigem Niveau dahin – doch diese Stagnation könnte uns in naher Zukunft als die „gute alte Zeit“ erscheinen. Bereits 2019, das letzte Reifenjahr vor Corona, brachte einen Rückgang von 4,1 Prozent im Vergleich zum Mengenabsatz im Vorjahr. Wie wird der Reifenmarkt wohl erst 2020 aussehen, da Dienstreisen durch Videokonferenzen ersetzt werden und Urlaubsfahrten durch Spaziergänge im Stadtpark?

Doch schauen wir zuerst noch einmal zurück auf das ebenfalls nicht ganz so tolle Vorjahr: „Der Reifenersatzmarkt befindet sich weiter in einer Konsolidierungsphase, die von stagnierenden bis rückläufigen Absatzzahlen geprägt ist“, kommentiert BRV-Geschäftsführer Yorick M. Lowin. Im Segment Consumer-Reifen bestimmt die Produktgruppe Pkw- und Offroad-Reifen (4x4) maßgeblich die Entwicklung im Markt. 44,8 Millionen Stück wurden in dieser Produktgruppe im vergangenen Jahr verkauft, nach 46,7 Millionen im Vorjahr.