Reisemobile: Ein neues Rekordjahr bahnt sich an

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Der Freizeitmobil-Boom verschafft auch dem traditionsreichen Caravan Salon in Düsseldorf Rückenwind. Vom 25. August bis 2. September sehen Besucher dort die wichtigsten Trends und Neuheiten der Branche.

Durch die steigende Nachfrage nach Freizeitfahrzeugen aller Art ist auch ein verschärfter Wettbewerb um die Basis-Fahrzeuge entbrannt. Über alle Klassen hinweg dominiert zwar weiterhin unangefochten der Fiat Ducato mit einem Anteil von über 60 Prozent, aber seine Geschwister von Citroen und Peugeot drängen jetzt mehr in den Vordergrund und vor allem die hoch modernen Mercedes Sprinter und VW Crafter mischen die Szene auf.

Letzterer, immerhin schon gut eineinhalb Jahre am Start, tauchte bisher nur vereinzelt als Wohnmobil-Ableger auf, etwa bei Knaus und Schwabenmobil. Was möglicherweise daran lag, dass die in Hannover beheimatete Nutzfahrzeugsparte ihr eigenes Ding machen wollte und nach der XXL-Studie aus dem vergangenen Jahr nun die Serienversion des Grand California präsentiert. Dabei handelt es sich um ein vollwertiges Reisemobil der Sechs-Meter-Klasse mit Nasszelle. Man darf gespannt sein, ob der große California eine ähnliche Erfolgsstory schreiben wird wie der kleine Bruder auf T6-Basis als Campingbus-Bestseller.

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In ganz anderen Dimensionen denkt die Van-Abteilung von Mercedes-Nutzfahrzeuge, die bei der Sprinter-Entwicklung sogar die Reisemobil-Spezialisten von Hymer mit ins Boot holte. So hat die Kernmarke der Erwin-Hymer-Gruppe zwar die integrierten und teilintegrierten Modelle der B-Klasse Modern Comfort als erste Sprinter-Aufbauten schon vor der Publikums-Premiere in Düsseldorf präsentiert und bringt auch den beliebten ML-T sowie den Hymercar Grand Canyon S auf der neuen Mercedes-Basis mit an den Rhein, insgesamt dürften aber gut ein Dutzend weitere Sprinter-Neulinge in den Messehallen zu finden sein.

Darüber hinaus wird am Mercedes-Stand ein ganz besonderer Sprinter zu sehen sein: Das Concept F-Cell ist ein teilintegriertes Reisemobil mit Brennstoffzelle, das rein elektrisch fährt. Genau genommen, wird hier Brennstoffzellen- und Batterietechnik zu einem Plug-in-Hybrid-Fahrzeug verbunden. Dank dreier Wasserstoff-Tanks im Unterbau sollen Langstreckeneinsätze bis 300 Kilometer möglich sein, die sich mit batterieelektrischem Antrieb und Lithium-Ionen-Akkus um weitere 30 Kilometer verlängern lassen. Die Technik wird schon im nächsten Jahr im SUV GLC in Serie gehen, dürfte aber wegen der hohen Kosten und der mangelhaften Verbreitung an Wasserstoff-Zapfsäulen für den Reisemobil-Sektor eher ein sehr weiter Blick in die Zukunft sein.

Neben mehr Vielfalt bei den Basis-Fahrzeugen geht es auch bei einem anderen großen Trend in der Branche um die „Basics“, denn die Kompaktfahrzeuge bleiben weiterhin die Treiber des extremen Wachstumskurses. Das gilt schon für die handlichen Camper, die mit dem Karmann Danny auf Basis des Fiat Talento einen neuen Wettbewerber erhalten, der ab 42.500 Euro zu haben ist. Das gilt aber noch mehr für die ausgebauten Kastenwagen, die zwar nur bedingt alltagstauglich sind, in keine Tiefgarage mehr passen, aber immer noch wesentlich handlicher und einfacher zu fahren sind als viele teil- und voll integrierte Fahrzeuge.

Hier wird durchaus auch experimentiert. Bürstner beispielsweise versucht mit dem strikt auf zwei Personen ausgelegten City Car 603 durch das Ersetzen der Zweierbank mit einem Sideboard das enge Raumgefühl zu verbessern. Und Knaus-Tabbert präsentiert seinen ganz eigenen Blick auf die Zukunft der mobilen Kastenwagen. Zwei Showcars setzen vor allem in der Außendarstellung Akzente. 22-Zöller, Dach- und Heckspoilern sowie auffälliges Design sollen etwas Sportwagen-Flair in die Szenerie bringen.

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