Reisemobile: Wettbewerb um die Basis verschärft sich

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Der Citroen Jumper ist zwar kein neues Basis-Fahrzeug, dennoch erhält die französische Ausgabe des Fiat Ducato bei den Herstellern immer häufiger den Vorzug gegenüber dem Ducato. Der etwas günstigere Preis und die bei Citroen mit SCR-Kat und Adblue bestmöglich abgasgereinigten Dieselmotoren mögen da den Ausschlag geben.

Die Hobby-Werke etwa, die ihre Reisemobile bisher ausschließlich auf einem Fiat-Fahrgestell aufbauten, brechen mit dieser Monokultur und versprechen mit dem teilintegrierten Van Optima Ontour Edition auf Jumper-Basis einen Preisknüller – auch wenn konkrete Preise erst auf der CMT genannt werden. Die beiden jeweils 6,70 Meter langen Einsteigermodelle V65 GE und GF sind bereits ab Werk vollwertig ausgestattet.

CMT Stuttgart: Reiseträume auf Rädern
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Sunlight und Carado, die beiden Einsteigermarken aus der Erwin-Hymer-Gruppe, nutzen das Citroen-Chassis ebenfalls für ihre komplett neuen Van-Baureihen. In dem deutlich schmaleren, nur 2,14 Meter breiten Van-Format, das sich zwischen Kastenwagen und regulärem Teilintegrierten einreiht, werden jeweils zwei Grundriss-Varianten mit einem quer eingebauten Doppelbett oder Einzelkojen angeboten. Bei Sunlight heißt die 5,95 Meter lange Ausführung Van V60 und wird ebenso ab 35.999 Euro verkauft wie der Carado Van V132. Die 6,65 Meter lange Alternative ist als Sunlight V66 oder Carado V337 zu haben. Die Modelle der beiden Marken sind absolut baugleich und unterscheiden sich lediglich durch das Außendesign und die Möbel- und Polsterdekore.

Auch Bürstner wendet sich beim neuen Lyseo Time T der französischen Antriebsvariante zu. Die teilintegrierte Baureihe komplettiert nach den Alkoven- und Integrierten-Modellen das Lyseo-Time-Programm des Unternehmens aus Kehl und rundet das Portfolio bei den T-Modellen nach unten an. Der neue Einstiegspreis in die Welt der Bürstner-Teilintegrierten liegt jetzt bei 51.490 Euro. Serienmäßig ist bei dem Jumper-Mobil ein 96 kW/130 PS starker Dieselmotor an Bord. Für 900 Euro Aufpreis ist die 120 kW/160-PS-Variante zu haben.

Völlig aus dem Rennen ist der Fiat Ducato bei den Neuheiten allerdings noch nicht. Knaus etwa präsentiert den Boxlife auf der bewährten Italo-Basis und hat den Anspruch, mit der Neuauflage das variabelste Reisemobil bei den Kastenwagen, die bei dem Unternehmen CUV (Caravaning Utility Vehicle) heißen, anzubieten.

Platz für zwei E-Bikes

Tatsächlich bieten bei den 600er- und 630er-Modellen ein optionales Doppeldecker-Hubbett im Heck und die umbaubare Sitzgruppe vorn Schlafmöglichkeiten für bis zu sechs Personen. Andererseits können bei hochgefahrenem Bett sogar zwei E-Bikes im Heck untergebracht werden. Und einzuhängende Staufächer, die bequem zu Hause gepackt werden können, stellen ebenfalls eine pfiffige Lösung dar.

Zudem feiert die Knaus-Tabbert-Marke Weinsberg ein Jubiläum: 50 Jahre CUV. Ein Exemplar des 1969 erstmals vorgestellten Kastenwagens auf Basis eines Fiat 238 mit Aufstelldach wird in Stuttgart auch zu sehen sein. Entsprechende Jubiläumsmodelle mit gern gesehenem Preisvorteil für die Kunden sucht man bei Weinsberg zwar noch vergebens, dass in dieser Hinsicht im Laufe des Jahres aber noch etwas zu erwarten ist, daran zweifelt niemand.

Bei Malibu ist dieser Schritt bereits vollzogen. Mit dem Modell Malibu begann 1979 nämlich die Geschichte des Premium-Herstellers Carthago. 40 Jahre später ist Malibu zwar eine eigenständige Submarke des von Karl-Heinz Schuler gegründeten Unternehmens, profitiert aber auch von dem Carthago-Jubiläum. Der Malibu Van „edition40“ soll mit umfangreicherer Ausstattung dem Kunden einen Preisvorteil von 5.790 Euro bringen. Bei dem Luxusliner Carthago chic e-line verspricht der Hersteller für den Integrierten I50 LE „edition40“ mit Einzelbetten und Raumbad einen Bonus von 20.000 Euro.

Eine weitere Neuheit bei den integrierten Modellen wird am Stand von Eura-Mobil zu sehen sein. Der Grundriss 720 QF erweitert zu einem Preis ab 77.500 Euro die in Düsseldorf vorgestellte Integra Line mit zwei Einrichtungsdetails, die in den größeren Modelle absolut trendy sind: das Queensbett, ein längs im Heck eingebautes Doppelbett, und die Lounge-Sitzgruppe, zwei gegenüber angeordnete Längssofas.

Erstes serienfertiges Elektro-Wohnmobil

Noch weit entfernt von einem Trend ist das Thema Elektromobilität in der Caravaning-Branche. Dennoch soll, nachdem bisher nur vereinzelte Studien zu sehen waren, auf der CMT nun erstmals ein serienfertiges, teilintegriertes Reisemobil mit reinem Elektroantrieb ausgestellt werden. Das Modell der Marke Iridium soll über das schwäbischen Unternehmen WOF (Wohnmobil Outlet Factory) vertrieben werden.

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