Darum geht die Batterie kaputt
Die kalten Wintertage zwingen wieder eine Vielzahl an Starterbatterien in die Knie und die Autofahrer können ihren Wagen nicht starten. Warum ist das so?
Zum einen, weil die chemischen Reaktionen im Inneren der Batterie aufgrund der Kälte verlangsamt ablaufen, und zum anderen, weil durch die Entladung in der Batterie Bleisulfat entsteht, das Kristalle bildet – sofern die Batterie nicht vollständig geladen wird.
Diese Kristalle schließen sich zu immer größeren Ablagerungen zusammen, was die aktive Oberfläche der Elektroden verringert und zu einer schlechteren Reaktionsfähigkeit führt. In der Regel ist nach zirka vier Jahren so viel Fläche unbrauchbar geworden, dass die Batterie eine spürbare Leistungsminderung hat.
Die gebildeten Bleisulfat-Kristalle können zudem durch Erschütterungen von den Elektroden abfallen und am Boden der Zelle eine Schlammschicht bilden, die, wenn sie so hoch wird, dass sie beide Elektroden berührt, damit einen Kurzschluss und die Zerstörung der Akkuzelle bewirkt.
Die Kristalle können nur durch regelmäßiges, langes Laden zerstört werden – das funktioniert aber wiederum nur, wenn keine Kristalle vorhanden sind. Am Ende funktioniert die Ladung nicht mehr und die Batterie verweigert ihren Dienst.
Einige elektronisch gesteuerte Ladegeräte oder Zusatzschaltungen unterstützen das Entsulfatieren von Bleiakkus, indem wiederholt kurze, stärkere Ströme erzeugt werden, die die Sulfatkristalle zerstören und damit die Kapazität des Akkus teilweise wiederherstellen.
Eine Blei-Säure-Batterie verfügt bei minus zehn Grad Celsius nur über 65 Prozent ihrer Kapazität. Bei minus 22 Grad ist es nur noch die Hälfte. Ist die Stromquelle zudem noch altersschwach oder durch Kurzstreckenfahrten besonders beansprucht worden, steht noch weniger Leistung zur Verfügung.
Wie hoch die Kaltstartleistung einer Batterie ist, kann die Kfz-Werkstatt schnell und einfach mit einem geeigneten Batterietester feststellen. Speziell bei Batterien, die älter als vier Jahre sind, besteht die Gefahr, dass sie nach einer eiskalten Nacht ihren Dienst verweigern. Kfz-Betriebe können ihre Kunden vor einer morgendlichen Panne bewahren, indem sie altersschwache Batterien austauschen.
Kfz-Betriebe, die in größerem Umfang Batterien einlagern, sollten diese regelmäßig kontrollieren und laden.
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