Renault-Hanauer geht in Liquidation

Autor / Redakteur: Gerd Steiler / Dipl.-Päd. Gerd Steiler

Das Münchner Renault-Autohaus Hans Hanauer schließt nach mehreren verlustreichen Jahren seine Pforten. Der Betrieb wird bis zum Ende der Liquidation in einigen Monaten weitgergeführt.

Das Münchner Renault-Autohaus Hans Hanauer geht zum Monatsende in die Liquidation und wird in den kommenden Monaten abgewickelt. Wie das Unternehmen am Montag mitteilte, wurde der Jurist Wolfgang Kottenberg zum Liquidator bestellt. Zusammen mit dem geschäftsführenden Gesellschafter Wolfgang Hanauer will Kottenberg „möglichst allen Hanauer-Mitarbeitern“ zu einem neuen Arbeitsplatz verhelfen.

Wolfgang Hanauer, der das Autohaus von seinem Vater übernommen hatte und seit 1974 leitet, begründete die schmerzhafte Entscheidung mit mehreren verlustreichen Jahren, in denen das Autohaus nur durch Einsatz seines privaten Vermögens aufrecht erhalten werden konnte. „Da derzeit nicht absehbar ist, ob das Unternehmen künftig wieder profitabel geführt werden kann, ist die Liquidation der einzig gangbare Weg“, so Hanauer.

Die Hans Hanauer GmbH wurde 1948 als Kfz-Reparaturbetrieb von Hans Hanauer gegründet und ist seit 1958 Renault-Vertragspartner. Im Jahr 2006 wurde das Angebot um die Renault-Tochtermarke Dacia erweitert. Das familiengeführte Unternehmen betreibt derzeit drei Standorte in der bayerischen Landeshauptstadt (Leonrodstraße, Wasserburger Straße und Hilblestraße) und beschäftigt insgesamt rund 80 Mitarbeiter, davon 23 Auszubildende.

Im Unterschied zur Insolvenz werden im Rahmen einer Liquidation sämtliche Verträge und Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten erfüllt. „Mit seiner Entscheidung für das Liquidationsverfahren wird Wolfgang Hanauer seiner unternehmerischen und sozialen Verantwortung gerecht“, so Liquidator Wolfgang Kottenberg. In einer Betriebsversammlung am Montagvormittag informierte die Geschäftsführung die Hanauer-Mitarbeiter über die aktuelle Lage und die Pläne für die nahe Zukunft.

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