Renault König schaltet Wachstums-Turbo ein
Renault König hat sein Wachstum deutlich beschleunigt. Im vergangenen Jahr kletterte der Umsatz des Berliner Händlers um zwei Drittel auf rund 249 Millionen Euro. Ähnlich soll es 2017 weitergehen.
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Renault König hat das gute Marktumfeld genutzt und kräftig zugelegt. Im vergangenen Jahr stieg der Umsatz von 153 Millionen Euro auf 249 Millionen Euro. „Zur positiven Entwicklung haben sowohl organisches Wachstum als auch Zukäufe beigetragen“, sagte Dirk Steeger, Geschäftsführer beim Autohaus Gotthard König, im Gespräch mit »kfz-betrieb«.
Diese Entwicklung will Deutschlands größter Renault-Händler im laufenden Jahr fortsetzen. Ein weiterer Umsatzsprung ist geplant. „2017 wollen wir unseren Umsatz auf 350 Millionen Euro steigern“, kündigt Steeger an. Ziel sei es, in den kommenden fünf Jahren die Position zu festigen und mit den geschaffenen personellen Strukturen dynamisch zu wachsen.
Daneben sollen Übernahmen die Entwicklung beschleunigen. „Wir sind aktiv auf der Suche nach Beteiligungen und Käufen von Autohäusern oder Gruppen“, ergänzt der Geschäftsführer. Er suche jedoch weniger „Hohlkörper“ sondern Betriebe, die zu den Marken und Regionen passen.
Renault ist die Kernmarke der Berliner Autohausgruppe: Mit 10.500 Pkws und 2.100 leichten Nutzfahrzeuge tragen die Franzosen mehr als drei Viertel zum Gesamtabsatz der Gruppe bei. Mit knapp 1.400 Verkäufen bleibt Dacia deutlich auf Abstand.
Seit vergangenem Frühjahr gehört König auch zu den großen Fiat-Händlern. Ihre Ziele für das italienische Fabrikat hat die Autohaus-Gruppe deutlich übertroffen: Im ersten (nicht vollen) Geschäftsjahr verkaufte sie 1.100 Fiat-Pkws und 150 Fiat-Nutzfahrzeuge, zudem 320 Jeep. Ursprünglich hatte Steeger lediglich mit etwa halb so vielen Fiat-Pkws geplant.
Überregionale Zukäufe
Ohne Zukäufe wäre eine solche Entwicklung nicht möglich gewesen. Die ursprünglich auf Berlin und seinen Speckgürtel konzentrierte Autohausgruppe eroberte neues Terrain. Die Stiehler-Gruppe mit fünf Standorten in Thüringen war die größte Übernahme. Zudem kaufte der Händler das Berliner Autohaus Santner und den Renault-Betrieb Thalmann in Nohra, der zuvor zur „von der Weppen“-Gruppe gehörte.
Das Wachstum schlug sich in der Mitarbeiterzahl nieder. An seinen 27 Standorten zählt Deutschlands größter Renault-Händler mehr als 700 Mitarbeiter; zwölf Monate zuvor waren es noch gut 460.
Um auf dem Wachstum gerecht zu werden, hat die König-Gruppe inzwischen ihre Geschäftsführung ausgebaut. Das bereits bestehende Führungsteam – Gotthard König, Dagmar König sowie Dirk Steeger – verstärkt Roman Kerber als Prokurist und kaufmännischer Leiter.
Kerber arbeitet seit vergangenem Jahr für die König-Gruppe. Zuvor war er zwölf Jahre lang kaufmännischer Geschäftsführer einer Berliner Radio-Vermarktungsgesellschaft. „Es ist an der Zeit, unsere geschaffene Struktur und Marke stärker zu nutzen und aktiv auf Wachstumskurs zu gehen“, sagte Kerber. Dabei seien innovative Projekte, aber eben auch Übernahmen ein klares Ziel, um die Position am Markt zu sichern und auszubauen.
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