Renault-Partner wählen neuen Präsidenten

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Keine Chance auf Amortisierung der Investitionen

Statt das gesamte Netz für die Investitionen zu verpflichten, forderte sie mehr Augenmaß: „Es kann nicht sein, dass ein Betrieb mit einem Marktpotenzial von 80 oder 100 Fahrzeugen mehrere einhunderttausend Euro in die Hand nehmen soll, ohne dass eine Amortisierung dieser Investitionen wirtschaftlich möglich erscheint.“

Vor allem die Anforderungen an die Umsetzung der neuen Signalisation habe der Verband zeitlich und inhaltlich noch verändern können, so die scheidende Präsidentin. Allerdings läuft die Umsetzung mit der Firma BCON nicht so glatt wie erhofft. So seien beispielsweise bei Mehrmarkenbetrieben keine Kundenparkplätze berücksichtigt worden, so Eßer-Bruß. Deshalb forderte die scheidende Präsidentin: „Der komplette Umsetzungsprozess muss aus Sicht des Verbandes nochmals neu angegangen und verbessert werden.“

Das sah Renault erwartungsgemäß anders. Uwe Hochgeschurtz, Vorstandsvorsitzender von Renault Deutschland, verwies auf die positive Rendite der vergangenen Jahre. Im Durchschnitt lag die Händlerrendite in den ersten zehn Monaten bei 1,8 Prozent nach 2,1 Prozent im Jahr zuvor.

Er forderte die Händler auf, die gute Lage für Investitionen zu nutzen: „Nehmen Sie die Erträge mit und investieren Sie in die richtigen Dinge.“ Als Beispiel nannte er aufgrund der zunehmenden Digitalisierung die IT-Infrastruktur sowie die Servicekapazitäten, für die das Netz aufgrund der guten Verkaufszahlen derzeit die Grundlagen legt.

Auch für das nächste Jahr ist der Renault-Deutschland-Chef optimistisch: „2019 haben wir eine richtig starke Modelloffensive.“ Mit Kadjar sowie Clio und Captur können der französische Hersteller und seine Partner gleich auf mehrere neue Topseller bauen.

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