Motorsport Rennfeeling im Oldie
Auf der Rennstrecke Bilster Berg kommen nicht nur Besitzer aktueller Fahrzeugmodelle auf ihre Kosten. Auch diejenigen von Young- und Oldtimern haben dort die Möglichkeit, ihr Schätzchen sportlich und zugleich sicher zu bewegen.

Einige dürften ihn kennen bzw. bereits von ihm gehört haben: dem „Bilster Berg“. All jenen, welche die Rennstrecke noch nicht kennen, bietet sich am 20. März eine gute Gelegenheit, das zu ändern. Denn dann startet sie mit einem Tag der offenen Tür in die Saison 2022. Unter dem Motto „Bilster Berg erFahren“ warten auf die Besucher und Teilnehmer tolle Fahraktionen und ein umfangreiches Rahmenprogramm. Dazu zählen:
- Racetrack – Training zum Testen
- Race Taxi
- Slalom auf der Dynamikfläche mit eigenem Fahrzeug
- Busrundfahrten über die Strecke
- Jugend-Kart-Slalomparcours vom AC Bad Driburg
Fürs leibliche Wohl ist ebenso gesorgt. So bietet das Restaurant Turn one kulinarische Highlights, außerdem gibt es ein Buffet, eine Waffelbude usw. Flankiert wird der Saisonauftakt von einer Ausstellung rund ums Thema Auto und Motorsport. Erstmals mit von der Partie ist in diesem Jahr die Marke Micare PS. Der Anbieter von Oldtimer-Diebstahlschutzsystemen lädt Interessierte zum persönlichen Austausch ein. Los geht es ab 13 Uhr.
Rennveranstaltung nur für Oldies
Keine vier Wochen später, genauer gesagt am 14. April, findet am Bilster Berg der „Oldtimer-& Youngtimer-Trackday“ statt – eine Rennveranstaltung ausschließlich für klassische Automobile. Teilnehmer haben die Möglichkeit, ihre Oldies im Rahmen von vier Turns à 30 Minuten auf einer Rennstrecke zu bewegen, und können dabei ihr Auto erkunden und ihr Fahrkönnen verbessern. Es handelt sich dabei nicht um ein Rennen, sondern um Test- und Einstellfahrten – ideal um seinen Klassiker abzustimmen. Teilnehmer benötigen keine Rennlizenz, es besteht jedoch Helmpflicht. Weitere Voraussetzungen sind:
- Die Fahrzeuge müssen Baujahr 2000 oder älter sein.
- Die maximal erlaubte Lautstärke beträgt 98 db (wird an der Strecke gemessen).
Die Young- und Oldtimer müssen über keine Straßenzulassung verfügen. Zudem können sich auch zwei Fahrer ein Fahrzeug teilen – die Teilnahmegebühr von 319 Euro (inkl. MwSt) gilt pro Fahrzeug. Den Trackday hält der Veranstalter zudem in Ton und Bild fest. Die Bilder/Filme stehen nach der Veranstaltung kostenlos zum Download bereit. Ebenso wird ein Videoclip auf Youtube veröffentlicht.
So entstand Bilster Berg
Gelegen im Osten von Nordrhein-Westfalen, unweit der Stadt Paderborn, handelt es sich beim Bilster Berg um einen privat finanzierten Kurs, getragen von rund 180 automobilen Enthusiasten, die als Gesellschafter fungieren. Ursprünglich hatte das Areal eine ganz andere Funktion, denn den Grundstein für den Bilster Berg legten die Briten im Juni 1970: Der NATO-Rheinarmee diente der Bilster Berg bis 1993 als Lagerstätte für Explosivstoffe. Zehn Jahre nach dem Abzug der britischen Streitkräfte entstand die Vision, auf dem verlassenen Terrain eine Rennstrecke nach neuesten Standards und höchsten Ansprüchen zu errichten – eine Umnutzung der besonderen Art.
Gestemmt haben das Mammutprojekt allein besagte Gesellschafter ohne die Zuhilfenahme öffentlicher Gelder. Von Beginn an waren zahlreiche Köpfe und Hände an der rund zehnjährigen Planung beteiligt, darunter der international tätige Rennstreckenplaner Hermann Tilke und die Fahrerlegende Walter Röhrl. 2011 begannen die Arbeiten. Zwei Jahre später, am 1. Juni 2013, wurde das Areal mit seiner außergewöhnlichen Strecke offiziell eröffnet.
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