Schadenanalyse von Car-Garantie Reparaturkosten klettern über 600-Euro-Grenze

Von Silvia Lulei 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Kfz-Reparaturen sind schon wieder teurer geworden. Laut einer Auswertung von Car-Garantie kostet es im Schnitt 618 Euro, den Schaden an einem Neu- oder Gebrauchtwagen zu beseitigen. Tendenz steigend.

Die Fahrzeugreparatur wird immer teuer. Egal ob Gebraucht- oder Neuwagen, die Preise für die Komponenten steigen. (Bild:  Bild von Freepik)
Die Fahrzeugreparatur wird immer teuer. Egal ob Gebraucht- oder Neuwagen, die Preise für die Komponenten steigen.
(Bild: Bild von Freepik)

Die Reparaturkosten für Fahrzeuge sind erneut gestiegen: 2022 kostete es im Schnitt 618 Euro, einen Neu- oder Gebrauchtwagen wieder flott zu machen; das sind 20 Euro mehr als im Vorjahr. Das ergab eine Auswertung des Versicherungs- und Garantieunternehmens CG Car-Garantie Versicherungs-AG.

Die Car-Garantie wertete rund eine Million Schadenfälle für Neu- und Gebrauchtwagen aller Marken und Modelle aus, um die durchschnittlichen Reparaturkosten zu ermitteln. Dabei stellt sie fest: Die Reparaturkosten sind innerhalb von nur fünf Jahren um mehr als 100 Euro gestiegen.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 7 Bildern

Für Dr. Marcus Söldner, Vorstandsvorsitzender der Car-Garantie, kommt diese Entwicklung nicht überraschend: „Nachdem sich die durchschnittlichen Reparaturkosten schon länger der 600-Euro-Marke annäherten, war das Überschreiten nur eine Frage der Zeit. Auch dass sie mit 618 Euro gleich sehr deutlich überschritten wurde, war absehbar. Eine Umkehrung des seit Jahren anhaltenden Trends nach oben lässt sich derzeit nicht erkennen.“

Gründe für diese Entwicklung sind laut Söldner unter anderem die weitreichenden wirtschaftlichen Störungen durch die Covid-19-Pandemie und die damit verbundenen Unterbrechungen in der Lieferkette, aber auch der anhaltende Krieg in der Ukraine, der den Fluss von Rohstoffen und Komponenten beeinträchtigt und die Energiepreise und die Inflation in die Höhe treibt.

Schadeneintritt weitgehend unverändert

Laut Car-Garantie-Statistik ist der Zeitpunkt des Schadeneintritts nach Laufleistung bzw. Tagen vergleichbar mit den Ergebnissen des Vorjahres: Bei Gebrauchtwagen traten 29,2 % der Schäden innerhalb der ersten 5.000 Kilometer auf – im Vorjahr waren es 29,0 %. 18,5 % der Schäden traten erst nach mehr als 25.000 Kilometern auf (Vorjahr: 18,9 %). Auch beim Schadeneintritt nach Tagen hat sich wenig verändert: 24,0 % der Schäden traten erst nach mehr als 360 Tagen auf. Im Vorjahr waren es 23,2 %.

Motor führt weiterhin Liste der teuersten Bauteile an

Wenn der Motor defekt ist, wird es bei Gebrauchtwagen besonders teuer: Im Vergleich zum Vorjahr (23,4 %) stieg sein Anteil an der Schadenregulierungssumme 2022 auf 23,9 %. Auch bei den Neuwagen liegt er in diesem Jahr mit 19,8 % auf Platz eins, nachdem er im Vorjahr (20,1 %) auf Platz zwei abgerutscht war.

Auf den Plätzen zwei und drei folgten 2022 die Kraftstoffanlage einschließlich Turbolader mit 18,0 % (Gebrauchtwagen; Vorjahr: 19,1 %) bzw. 18,9 % (Neuwagen; Vorjahr: 20,5 %) und die elektrische Anlage mit 13,4 % (Gebrauchtwagen; Vorjahr: 11,5 %) bzw. 13,2 % (Neuwagen; Vorjahr: 12,2 %).

Elektrische Anlage am häufigsten defekt

Sowohl bei Gebraucht- als auch bei Neuwagen war die elektrische Anlage im Jahr 2022 das am häufigsten von einem Defekt betroffene Bauteil. Bei den Gebrauchtwagen war sie für 21,3 % der Schäden verantwortlich und lag damit auf Platz eins (Vorjahr: 18,7 %, Platz 2), bei den Neuwagen für 20,2 % der Schäden (Vorjahr: 19,1 %, Platz 2). Es folgt bei beiden Fahrzeugarten die Kraftstoffanlage mit 18,2 % (Gebrauchtwagen; Vorjahr: 20,3 %) bzw. 17,1 % (Neuwagen; Vorjahr: 19,2 %). An dritter Stelle liegt bei den Gebrauchtwagen der Motor mit 12,6 % (Vorjahr: 11,1 %) und bei den Neuwagen die Komfortelektrik mit 13,0 % (Vorjahr: 10,9 %).

(ID:49421315)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung