Schadenanalyse Reparaturkosten überschreiten die 700-Euro-Grenze

Von Silvia Lulei 2 min Lesedauer

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Die Reparaturkosten für Pkw sind erneut gestiegen: Im Schnitt liegen sie laut der Schadenanalyse der Car-Garantie jetzt bei 718 Euro. Das ist ein Preissprung von knapp zehn Prozent innerhalb eines Jahres.

Die Reparaturkosten steigen von Jahr zu Jahr. Ein Ende der Kostenspirale scheint noch nicht in Sicht zu sein.(Bild:  standret auf freepik.com)
Die Reparaturkosten steigen von Jahr zu Jahr. Ein Ende der Kostenspirale scheint noch nicht in Sicht zu sein.
(Bild: standret auf freepik.com)

Die CG Car-Garantie Versicherungs-AG analysiert jedes Jahr rund eine Million ausgelaufene Garantieverträge für Neu- und Gebrauchtwagen aus allen europäischen Märkten, um die durchschnittlichen Reparaturkosten für garantiepflichtige Schäden festzustellen. Für das vergangene Jahr hatte der Spezialversicherer bereits einen weiteren deutlichen Anstieg vorausgesagt. Dieser fiel mit 718 Euro (Vorjahr: 657 Euro) sogar noch einmal höher aus als die Rekordsteigerung im Vorjahr.

Dr. Marcus Söldner, Vorstandsvorsitzender Car-Garantie Versicherungs AG: „Bereits im vergangenen Jahr verzeichneten wir einen Preissprung von rund 40 Euro, in diesem Jahr fiel der Anstieg mit über 60 Euro sogar noch einmal höher aus. Derzeit gibt es keine Anzeichen dafür, dass der Gipfel bereits erreicht ist.“(Bild:  Flashpointstudio)
Dr. Marcus Söldner, Vorstandsvorsitzender Car-Garantie Versicherungs AG: „Bereits im vergangenen Jahr verzeichneten wir einen Preissprung von rund 40 Euro, in diesem Jahr fiel der Anstieg mit über 60 Euro sogar noch einmal höher aus. Derzeit gibt es keine Anzeichen dafür, dass der Gipfel bereits erreicht ist.“
(Bild: Flashpointstudio)

Der Motor bleibt nach wie vor für die teuersten Schäden verantwortlich. Bei den Gebrauchtwagen steigt sein Anteil im Vergleich zum Vorjahr leicht auf 26 Prozent (Vorjahr: 25,9 %). Auf Platz zwei folgt die Kraftstoffanlage inklusive Turbolader mit 17,7 Prozent (Vorjahr: 17,6 %), auf Platz drei die elektrische Anlage mit 12,9 Prozent (Vorjahr: 13,4 %).

Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Neuwagen: Hier ist der Motor immer noch für 18,4 Prozent der Reparaturkosten verantwortlich (Vorjahr: 20,4 %), gefolgt von der elektrischen Anlage mit 17,8 Prozent (Vorjahr: 14,7 %) und der Kraftstoffanlage mit 15,5 Prozent (Vorjahr: 17,1 %, Platz 2).

Elektrik und Elektronik bleiben anfällig

Die elektrische Anlage war 2024 erneut das anfälligste Bauteil. Bei Gebrauchtwagen ist sie mit 21,5 Prozent für mehr als ein Fünftel der Schäden verantwortlich (Vorjahr: 22,1 %). Die Kraftstoffanlage und der Motor folgen mit 18,2 (Vorjahr: 17,7 %) und 13,5 Prozent (Vorjahr: 14,0 %). Bei Neuwagen macht die elektrische Anlage bei der Schadenhäufigkeit sogar einen kleinen Sprung und steigt auf 26,1 Prozent (Vorjahr: 22,2 %).

Innerhalb von zwei Jahren ist die Anfälligkeit der elektrischen Anlage damit von etwas mehr als einem Fünftel (2022: 20,2 %) auf mehr als ein Viertel gestiegen. Auch die Komfortelektrik ist mit 14,9 Prozent (Vorjahr: 14,2 %) bei Neuwagen für etwas mehr Schäden verantwortlich und liegt damit 2024 auf Platz zwei, gefolgt von der Kraftstoffanlage mit 12,9 % (Vorjahr: 15,1 %).

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Wenig Veränderung beim Schadeneintritt

Nur wenige Änderungen gibt es bei der Statistik, wann Schäden auftreten: 2024 traten bei Gebrauchtwagen 27,1 Prozent der Schäden innerhalb der ersten 5.000 Kilometer auf. Im Vorjahr waren es 27,6 Prozent. 21,0 Prozent der Schäden traten erst nach mehr als 25.000 Kilometern auf (Vorjahr: 21,2 %). Der Schadeneintritt nach Tagen ist gar nahezu identisch: Wie im Vorjahr traten 25,8 Prozent der Schäden bei Gebrauchtwagen erst nach mehr als 360 Tagen auf.

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