Restrukturierung: Die Uhren auf null gestellt

Redakteur: Julia Mauritz

Die Mehrmarken-Autohausgruppe ICAB, ein Tochterunternehmen des japanischen Mischkonzerns Itochu, hat ihre Strukturen radikal auf den Prüfstand gestellt und startet neu durch – ein Mammutprojekt.

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Die Autohausgruppe ICAB hat erst alle Strukturen auf den Prüfstand gestellt und dann neu geordnet.
Die Autohausgruppe ICAB hat erst alle Strukturen auf den Prüfstand gestellt und dann neu geordnet.
(Foto: Mauritz)

Wie der perfekte Neuanfang gelingt, macht wie so oft die Natur vor: Da die Haut von Schlangen nicht mitwächst, stoßen sie diese in regelmäßigen Abständen ab und bilden automatisch eine neue, frische Hautschicht. Bei Unternehmen ist dieser Prozess deutlich schwieriger und zum Teil auch mit Schmerzen verbunden: Selbst wenn man erkannt hat, dass die alte Haut eigentlich wegmüsste, klebt sie zumeist so stark fest, dass man sich am Ende mit einem Flickwerk begnügt.

Auch die Mazda-, Suzuki- und Ford-Autohausgruppe ICAB, die unter den Namen Auto Park Rath, Franz Pohl, Autohaus Kierdorf und Autohaus Meklenborg acht Filialen in Düsseldorf, Köln, Hamburg und Berlin betreibt, stand 2014 vor der schwierigen Entscheidung, ihren eingeschlagenen Pfad mit Kurskorrekturen fortzusetzen oder die Uhren tatsächlich auf null zu stellen: Vor allem der Düsseldorfer Hauptstandort, in den die Autohausgruppe zuvor kräftig investiert hatte, lieferte aber auch nicht die gewünschten Ergebnisse.