DAT-Auswertung Restwerte für Benziner springen auf neuen Spitzenwert

Von Andreas Grimm

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Die Preise für maximal drei Jahre alte Gebrauchtwagen bleiben sehr hoch. Seit Monaten stellt die DAT nur minimale Preisschwankungen fest. Selbst Dieselmodelle halten ihre Restwerte, obwohl das Interesse am Selbstzünder weiter abnimmt.

Die Preise für gebrauchte Fahrzeuge verbleiben seit Monaten auf hohem Niveau.(Bild:  Audi)
Die Preise für gebrauchte Fahrzeuge verbleiben seit Monaten auf hohem Niveau.
(Bild: Audi)

Die Gebrauchtwagenpreise haben sich auf hohem Niveau weiter stabilisiert. Wie aus einer Auswertung des DAT-Barometers hervorgeht, sind die Restwerte von dreijährigen Fahrzeugen mit einer jährlichen Laufleistung von 15.000 bis 20.000 Kilometern im August teilweise sogar noch gestiegen. Seit April 2022 sind jedoch in der Entwicklung nur noch minimale Ausschläge nach oben oder unten zu erkennen.

Die höchsten Restwerte haben derzeit im Schnitt die Benziner. Ein drei Jahre altes Fahrzeug erzielt derzeit 67,7 Prozent des Verkaufspreises. Das ist 0,1 Prozentpunkt mehr als im Monat Juli – und in der DAT-Statistik tatsächlich der höchste Wert für einen Benziner seit Beginn der aktuellen Absatzkrise. Vor einem Jahr hatten Benziner noch nur einen Restwert von 56,8 Prozent erreicht.

Eine ähnlich steile Entwicklung legten die Dieselrestwerte hin. Stand ihr Durchschnittswert vor einem Jahr noch bei 54,1 Prozent, waren es zuletzt im August 65,1 Prozent. Dieser Wert wiederum liegt 0,1 Prozentpunkt unter dem Ergebnis des Vormonats. Gebrauchte Diesel hatten ihre Höchstpreise bereits im April (65,3 Prozent) überschritten. Der Rückgang ist allerdings noch zu gering, um von einer Trendwende zu sprechen.

Die hohen Diesel-Restwerte scheinen zudem bisher nicht durch die generell sinkende Dieselnachfrage unter Druck geraten zu sein. Laut der DAT hat der Dieselantrieb als wahrscheinlichste Antriebsvariante bei einem Neuwagenkauf in den vergangenen Monaten deutlich verloren. Nur noch 13 Prozent sehen im Diesel die bevorzugte Technik. Vor einem Jahr hatten sich noch 16 Prozent für den Selbstzünder ausgesprochen. Ob in das Ergebnis die im Vergleich zu Ottokraftstoffen stark gestiegenen Preise für Dieselkraftstoffe hineinspielen, geht aus der DAT-Untersuchung nicht hervor.

Unverändert im Jahresvergleich würden derzeit 40 Prozent der Autokäufer am liebsten zu einem Benziner greifen. Gestiegen ist dagegen das Interesse am E-Antrieb. Ein BEV als nächstes Auto steht inzwischen für 17 Prozent an erster Stelle (2021: 14 Prozent), und auch die Plug-in-Hybride legten noch von 21 auf 22 Prozent zu. Hybride und Mild-Hybride nannten noch 5 Prozent als bevorzugte Variante (-1).

Dementsprechend hat sich zuletzt auch der Durchschnittspreis für gebrauchte E-Autos stabilisiert. Sie kamen zuletzt auf einen Restwert von 55,4 Prozent. Auch für diese Antriebsart ging es 0,1 Prozentpunkte aufwärts. Ihren Höchststand hatten die E-Restwerte im Januar 2022 mit 55,7 Prozent. Vor einem Jahr lag der Restwert im Schnitt noch bei 46,6 Prozent.

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