RKG gelang es, innerhalb von drei Wochen 18 Fahrzeuge der Marken Fiat und Mercedes-Benz über Anzeigen auf der Plattform zu verkaufen. Die Kosten von rund 10.000 Euro trug Facebook, indem es für das Pilotprojekt ein entsprechend hohes Mediabudget zur Verfügung stellte. Es war nach den drei Wochen aufgebraucht. Der Händler schaltete sowohl Link- als auch Leadanzeigen – jeweils im von Facebook angebotenen Square-Format mit quadratischen Bildern beziehungsweise Videos, um deren jeweilige Wirkung zu testen.
Die Link-Ads führten auf eine Landingpage des Händlers. Darauf hatte dieser ein spezielles Leasingangebot platziert. Am Ende verzeichnete die RKG 26.000 Aufrufe der Landingpage, generierte 91 Leads und verkaufte fünf Fahrzeuge. Nach Angaben des Händlers ergibt dies eine Conversion-Rate von 5,5 Prozent und durchschnittliche Leadkosten von 67,08 Euro.
Im Gegensatz dazu enthielten die klassischen Lead-Ads des Händlers ein integriertes Kontaktformular auf Facebook. Dieses füllten am Ende 287 Personen aus, 13 von ihnen entschieden sich für einen Fahrzeugkauf. Das ergibt eine Conversion-Rate von 4,6 Prozent und durchschnittliche Leadkosten von 15,91 Euro. Kleiner Nebeneffekt der Aktion: Es gelang den Bonnern, mit der Anzeigenkampagne auf Facebook 300 neue Fans zu gewinnen.
Die Digitalisierung macht bekanntlich auch vor den Showrooms der Mercedes-Benz-Händler nicht halt. Die RKG hat sich entschieden, ihr Gebäude aus den Siebzigerjahren stehen zu lassen, aber dafür die Verkaufsfläche zu erneuern: „Der klassische Showroom hat ausgedient", begründet der Händler diesen Schritt auf seiner Website. „Verkäufer, die Sie an ihren Schreibtischen erwarten, statische Präsentationen, fehlende Dynamik – all das gehört der Vergangenheit an.“ In Zukunft soll das Autohaus zum Erlebnis werden, angepasst auf die digitalen Bedürfnisse der modernen Zeit. Außerdem rutscht der Salesbereich durch neue Touchpoints näher an den Aftersalesbereich heran.
Die RKG beschäftigt heute rund 470 Mitarbeiter und verkauft etwa 3.300 Neu- sowie 3.650 Gebrauchtwagen. Sie verfügt über acht Standorte. Zum Kerngebiet der Gruppe gehören die Stadt Bonn, ein Großteil des Rhein-Sieg-Kreises und des Kreises Euskirchen, der südliche Teil des Kreises Bergheim sowie der Norden der Kreise Ahrweiler und Neuwied.
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