Ronal übernimmt BBS-Werk

Autor / Redakteur: Jan Rosenow / Dipl.-Ing. (FH) Jan Rosenow

Der insolvente Räderhersteller BBS gibt sein Hauptwerk an den Konkurrenten Ronal ab. Künftig will sich das Unternehmen auf Motorsport und hochwertige Nachrüsträder konzentrieren.

Der insolvente Räderhersteller BBS aus Schiltach und sein Wettbewerber Ronal haben am 30. Dezember einen Letter of Intent (LOI) unterzeichnet, um die Fabrik und das Anlagevermögen von BBS in Herbolzheim an Ronal zu verkaufen. In Herbolzheim befindet sich die Hauptproduktionsstätte von BBS.

Im Rahmen seiner neuen Strategie will BBS das OEM-Geschäft ausgliedern und zu seinem Kerngeschäft zurückkehren – der Herstellung und dem Vertrieb von Rädern für das Premiumsegment, den Motorsport und den Nachrüstmarkt. Die Vereinbarungen mit Ronal erlauben BBS, diesen Prozess zu beschleunigen, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens.

Ronal dagegen sei bestrebt, seine Produktionskapazität zu erhöhen. Die Fabrik in Herbolzheim passe perfekt in diese Strategie. Der Käufer habe die Absicht, die Fertigungskapazitäten in Herbolzheim weiter auszubauen. Diese Vereinbarung sei für alle Beteiligten von Vorteil.

Das Schweizer Unternehmen Ronal wurde 1969 gegründet und ist nach eigenen Angaben einer der Pioniere auf dem Markt für Leichtmetallräder. Ronal beschäftigt rund 4.500 Mitarbeiter in Standorten in Europa, Mexiko und den USA.

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