Rosenthal und Rustemeier reicht Insolvenzplan ein
Der Opel- und Fiat-Partner mit sechs Standorten in Soest, dem Sauerland und in Paderborn hat Ende vergangener Woche beim Amtsgericht Arnsberg einen Antrag auf Eröffnung eines Planverfahrens in Eigenverwaltung gestellt.

Das Autohaus Rosenthal und Rustemeier mit Hauptsitz in Soest und den Hauptmarken Opel, Fiat und Fiat Professional muss seine bereits begonnene Umstrukturierung ab sofort unter Aufsicht fortsetzen. Wie das Unternehmen am Dienstag bekannt gab, haben die Geschäftsführer Bernhard Rosenthal und Joachim Zensen der Rosenthal und Rustemeier GmbH & Co. KG sowie der Bauer und Bickmeier GmbH am vergangenen Freitag beim Amtsgericht Arnsberg einen Antrag auf Eröffnung eines Planverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. Damit steht die Führung der Autohandelsgruppe, die derzeit 106 Angestellte beschäftigt, aktuell unter Aufsicht eines vorläufigen Sachwalters – Jan Janßen aus Arnsberg. Das Verfahren werde zudem durch die Kanzleien Rödl & Partner in Nürnberg und Köln (Rechtsberatung, Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung) sowie der BKP in Kronberg (Consulting) begleitet. Für ein Hintergrundgespräch war die Geschäftsleitung des Autohauses am Mittwoch nicht zu erreichen.
„Ich habe mir einen ersten Eindruck verschaffen können und glaube, dass mit motivierten Mitarbeitern und der Bereitschaft aller Beteiligten eine zeitnahe Umsetzung der geplanten Sanierung gelingen kann“, wird Rechtsanwalt Janßen in der Mitteilung zitiert. Zusammen mit der Belegschaft, dem Beraterteam und dem Sachwalter müsse das bereits erarbeitete Sanierungskonzept nun zügig umgesetzt werden. Im Mittelpunkt stünden hierbei die begonnene Restrukturierung und die Neupositionierung einzelner Standorte.
„Die hier beantragte Eigenverwaltung ist der richtige Schritt, um die Sanierung eines eigentlich gut aufgestellten Unternehmens im Sinne aller Beteiligten schnell und vor allem erfolgreich umzusetzen“, beurteilt Raik Müller, Rechtsanwalt bei Rödl & Partner, die derzeitige Lage des Unternehmens.
Der operative Geschäftsbetrieb sei von dem Eigenverwaltungsverfahren nicht berührt. Alle Dienstleistungen würden ohne Einschränkungen in den Betrieben fortgesetzt. Opel und FCA Deutschland stehen nach Angaben des Autohauses voll hinter dem Unternehmen. In den nächsten Tagen sollen alle Kunden und Partner der Gruppe kontaktiert werden, um die aktuelle Situation und die Zukunftspläne zu erläutern.
Das mittelständische Familienunternehmen betreibt sechs Standorte in Soest, dem Sauerland und in Paderborn und wird in der dritten Generation geführt.
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