Rosier-Autohäuser werden grün

Redakteur: Norbert Rubbel

Die Mendener Autohaus-Gruppe Rosier will die Energieeffizienz ihrer Betriebe steigern. Im Mittelpunkt der ersten baulichen Maßnahmen stehen ein neues Blockheizkraftwerk und eine Solarthermieanlage.

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Die Mendener Autohaus-Gruppe Rosier will die Energieeffizienz ihrer Betriebe steigern. Nach der Devise „Effizienz beginnt mit Beobachten und Dokumentieren“ will Projektleiter Martin Völker die energetischen Schwachstellen an allen Autohaus-Standorten der Gruppe lokalisieren, erfassen und auswerten. Helfen soll dabei ein computergesteuertes Monitoringprogramm. Ziel ist es, die jährlichen Verbrauchskosten für Energie um bis zu 20 Prozent zu senken.

Bereits in diesem Frühjahr wird das Dach der Mercedes-Benz-Werkstatt am Mendener Standort mit einer Solarthermieanlage versehen. Auf 100 Quadratmetern produziert das Autohaus dann Wärme aus Sonnenlicht. „Angesichts der Ressourcenknappheit und der Tatsache, dass die Sonne 900 Stunden im Jahr scheint, ist derzeit nichts planbarer als Solarenergie“, erklärt Projektmitglied Manfred Görtz den Bau der Anlage. Daneben bringe das „grüne Kraftwerk“ dem Autohaus und der Umwelt weitere Vorteile: bis zu 50 Prozent Energieeinsparung und eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes um 5.600 Kilogramm.

Energiegewinnung durch eigenes Blockheizkraftwerk

Ergänzend zur Stromproduktion durch die Solaranlage wird das Autohaus in Zukunft auch auf Energiegewinnung durch ein eigenes Blockheizkraftwerk (BHKW) setzen. Durch die Kombination der beiden Techniken soll das Unternehmen seinen ganzjährigen Energiebedarf nahezu selbst decken.

Zu den größten Energieverbrauchern im Autohaus zählen vor allem die Lackierarbeiten. „Die Trockenkammern der Spritzlackiererei, in denen eine Temperatur von 70 bis 80 Grad herrschen, verschlingen immense Kilowattstunden“, weiß Hendrik Hille, Teamleiter des Rosier-Baumanagement. Hier könne die Wärme des BHKW hervorragend zum Einsatz kommen.

Überschüssige Energie könnte auch heizungsunterstützend oder für die Warmwasseraufbereitung der Duschen und der Kantine eingesetzt werden. Auf diese Weise ließen sich die Energiekosten des Autohauses nochmals um 30 Prozent verringern.

Schon 2004 wurde die Rosier-Gruppe mit dem „Ökoprofit“-Siegel für Klimaschutz zertifiziert. Die Auszeichnung bescheinigt dem Unternehmen nachhaltigen und effizienten Umgang mit dem Stromverbrauch und der Müllentsorgung. „Umweltschutz liegt uns am Herzen. Wir nutzen jede Möglichkeit, um Effizienzsteigerung und Nachhaltigkeit zu vereinbaren“, erläutert Rosier-Geschäftsführer Heinrich Rosier.

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