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Dessen ungeachtet gelte im Verkauf der klare Grundsatz der Markentrennung, betont Karl-Heinz Peschel, Geschäftsführer der Gruppe Oldenburg. „Das Publikum ist grundsätzlich völlig verschieden. Und auch der Verkäufer habe seine Loyalität zur Marke. „Das muss auch so sein, wenn man überzeugen und die spezifischen Vorteile einer Marke glaubwürdig vertreten will“, unterstreicht er.
Regionale Verbundenheit
So groß die Unterschiede im Vertrieb auch sind, im Service können alle Kunden das gleiche Angebot erwarten. „Hier machen wir keine Unterschiede zwischen den einzelnen Fahrzeugklassen“, sagt Heinrich Rosier.
Ungeachtet der mittlerweile beträchtlichen Größe der Gruppe legen die Geschäftsführer größten Wert darauf, die Nähe zu den Kunden nicht zu verlieren. „Wir sind ein Unternehmen, das zwar in wirtschaftlich starken Regionen zu Hause ist, aber nicht in den großen Ballungszentren. Deshalb ist die regionale Verbundenheit für unseren geschäftlichen Erfolg sehr wichtig“, erklärt Heinrich Rosier. Diese Nähe sei auch ein wichtiges Ziel bei der Einführung der neuen Center-Struktur gewesen.
Ein interessanter Arbeitgeber
Ohne qualifizierte Mitarbeiter sei dieses Ziel jedoch nicht zu erreichen. Die Suche nach geeignetem Personal sei daher eines der Schlüsselthemen der Zukunft, so Heinrich Rosier. „Wir wollen ein interessanter Arbeitgeber für hochmotivierte Fachkräfte werden – und das auch überregional.“ Neben Schulungen setzt das Unternehmen dabei auf einheitliche Rosier-Standards für Mitarbeiter in Vertrieb und Service. Diese Vorgaben sollen dazu beitragen, die Kundenbetreuung zu optimieren. Jährliche Mitarbeiter-Gespräche sollen zusätzlich den Leitspruch „Wir von Rosier“ an allen Standorten mit Leben füllen und wichtiges Feedback bringen.
Dritte Generation
Die Geschäftsführung liegt auch in der dritten Generation in den Händen der Rosier-Familie. Thomas Rosier leitet weiterhin gemeinsam mit Karl-Heinz Peschel die Oldenburg-Gruppe. In der Rosier-Gruppe Menden leitet Heinrich Rosier das operative Geschäft. Das Finanzressort verantwortet Marc Heinen.
Um schnell und flexibel auf die Anforderungen des Marktes reagieren zu können, führte die Gruppe Menden im August eine neue Centerstruktur ein. Die neuen Centerleiter sind an ihren regionalen Standorten spartenübergreifend verantwortlich und entscheidungsbefugt. „Unser Ziel ist es, die Nähe zu Kunden und Mitarbeitern zu intensivieren und unsere Marktposition regional zu stärken“, sagt Heinrich Rosier.
Längst überfällig
Laut Thomas Rosier von der Oldenburg-Gruppe steht der Automobilhandel heute mehr denn je auf dem Prüfstand. „Aus meiner Sicht hat es bisher nur von Mercedes-Benz ein deutliches Signal in Richtung Handel gegeben, diesen zu stärken. Die Restwertabsicherung durch den Hersteller war längst überfällig und wird sicher dazu führen, die Verluste in den kommenden Jahren zu reduzieren.“ Seiner Meinung nach müssen die Hersteller die Vertriebskanäle säubern, um ein Überleben der jeweilig autorisierten Handels- und Vertriebspartner zu garantieren.?
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