Tesla Rückkehr zum Einstiegsmodell

Von Andreas Grimm 2 min Lesedauer

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Wenig Modelle, wenig Neues – und rückläufige Verkaufszahlen: Tesla ist in den letzten Jahren zumindest in Europa in die Defensive geraten. Laut einem Insider ist nun ein Kleinwagen in der Konzeption.

Tesla will Insider-Informationen zufolge nicht mehr nur in die Infrastruktur, sondern auch in ein neues Modell investieren.(Bild:  Grimm – VCG)
Tesla will Insider-Informationen zufolge nicht mehr nur in die Infrastruktur, sondern auch in ein neues Modell investieren.
(Bild: Grimm – VCG)

Tesla steht möglicherweise vor einem Kurswechsel. Wie der Sender N-TV in seinem Online-Auftritt berichtet, arbeitet der Elektroauto-Pionier inzwischen an der Entwicklung eines neuen, kleineren und günstigeren Elektro-Modells. Ein Fahrzeug unter dem Arbeitstitel „Model 2“ hatte Unternehmenschef Elon Musk schon vor einigen Jahren in Aussicht gestellt, dann aber dem Cybertruck und selbstfahrenden Autos den Vorzug in der Entwicklung gegeben.

Nun soll Tesla bereits Zulieferer kontaktiert haben, heißt es in dem N-TV-Bericht unter Berufung auf einen nicht näher beschriebenen Insider. Das Projekt für den neuen Kompakt-SUV befinde sich allerdings noch in einem frühen Entwicklungsstadium. Tesla wollte den Bericht zunächst bislang nicht kommentieren.

Das Projekt eines günstigen E-Modells, das um die 25.000 Euro kosten sollte, war 2024 offiziell gestoppt worden. Tesla-Fans und Marktbeobachter hatten die Entscheidung kritisiert, weil das Segment der erschwinglichen Klein- und Kompaktwagen damals begann, sich zu konkretisieren. Mit der „Electric Urban Car“-Familie des Volkswagenkonzerns kommen nun jene Modelle auf den Markt, von denen sich Wolfsburg einen erheblichen Verkaufsschub im Elektromarkt verspricht (Cupra Raval, Skoda Epiq und VW ID.Polo).

Kritisierter Verzicht auf Model 2

Tesla hatte diesen Markt mit dem Verzicht auf den Model 2 zunächst aufgegeben. Das nun angeblich in der Entwicklung befindliche Modell könnte sowohl im Kompaktwagen-Segment angreifen, aber auch auch die Basis sein für tatsächlich autonom fahrende Modelle, so der N-TV-Informant. Mit 4,28 Metern Länge wäre das Modell kürzer als das Erfolgsmodell Model Y. Der Preis solle zudem erheblich unter dem des Model 3 liegen. Um Kosten zu senken, setzt Tesla wohl auf Verzicht: Eine kleinere Batterie solle nur einen Elektromotor statt der optionalen zwei Motoren antreiben.

Tesla steht im Elektromarkt unter Druck, wegen immer neuer Konkurrenten ist der Absatz zwei Jahre in Folge gesunken, während der Absatz von BYD immer weiter wächst. Im ersten Quartal 2026 stiegen die Auslieferungen wieder, allerdings auch wegen gewährter Rabatte. In Deutschland sind einige Ausstattungslinien des Model Y seit Mitte Februar 3.000 Euro günstiger zu haben (zuzüglich der E-Prämie) als zuvor.

Generell fehlen Tesla Neuerungen im Portfolio. Von den früheren Modellen Model X und Model S hat sich der Autobauer verabschiedet, so dass in Europa nur noch zwei Modelle erhältlich sind. In den USA ist der Pick-up Cybertruck bislang noch kein Verkaufsschlager. Model 3 und Model Y sind dazu technisch inzwischen in die Jahre gekommen.

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