Rückläufige Händlerrendite bei Hyundai
Hyundai hat im vergangenen Jahr in Deutschland mehr Autos verkauft als 2016. Die Händler haben dennoch weniger verdient. Hyundai-Geschäftsführer Markus Schrick hat verschiedene Ansätze, um in diesem Jahr Absatz und Händlerrendite zu erhöhen.
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Trotz steigender Verkaufszahlen ist die durchschnittliche Händlerrendite im deutschen Hyundai-Netz 2017 zurückgegangen. Nach 1,9 Prozent im Jahr 2016 betrug sie im vergangenen Jahr nur noch 1,6 Prozent, wie der Geschäftsführer von Hyundai Motor Deutschland, Markus Schrick, am Dienstag in Offenbach mitteilte.
Der Rückgang sei vor allem auf das sehr wettbewerbsintensive Neuwagengeschäft zurückzuführen, sagte Schrick. Der Handel musste insgesamt recht hohe Nachlässe geben, um sich gegen die Konkurrenz zu behaupten.
Mit verschiedenen Maßnahmen will Hyundai die Umsatzrendite im Netz in diesem Jahr wieder auf rund 2 Prozent steigern. So solle ein neues Bonussystem, das überproportionale Leistungen auch überproportional entlohne, für mehr Geld in den Kassen der Händler sorgen, so Schrick.
Noch mehr Händler sollen zudem am Programm „Hyundai Mission Quality“ teilnehmen, innerhalb dessen Händler ihr Geschäft zusammen mit Beratern unter die Lupe nehmen, Schwachstellen erkennen und Maßnahmen zur Verbesserung treffen können. Bislang haben 160 Händler das Programm durchlaufen. Laut Schrick hat sich bei den Teilnehmern die Kundenzufriedenheit im Durchschnitt von 90,7 auf 91,6 Prozent erhöht. Die Umsatzrendite dieser Partner sei von durchschnittlich 1,9 auf 3,1 Prozent gestiegen, berichtete Schrick.
Hyundai hat in Deutschland aktuell 380 Partner. Der Importeur hat derzeit 30 Open Points identifiziert, von denen 20 noch im laufenden Jahr geschlossen werden sollen. Vor allem in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg hat das koreanische Fabrikat noch Bedarf.
Bei den Neuzulassungen hat Hyundai im vergangenen Jahr um 1,2 Prozent auf knapp 109.000 Einheiten zugelegt. Damit ist der Importeur etwas schwächer gewachsen als der deutsche Gesamtmarkt, der 2017 um 2,7 Prozent nach oben ging. Der Marktanteil der Koreaner betrug 3,2 Prozent.
Allerdings ist die Zahl der Re-Importe bei Hyundai 2017 erneut gesunken. Schon 2016 war der Re-Import-Anteil an den Neuzulassungen der Koreaner in Deutschland auf 10,4 Prozent zurückgegangen. In diesem Jahr betrug er noch 7,5 Prozent, was knapp 8.100 Einheiten entsprach. Die deutsche Hyundai-Organisation allein übersprang 2017 knapp die Marke von 100.000 Einheiten. Damit ist Deutschland inzwischen der achtgrößte Markt für Hyundai weltweit.
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