Rückrufe bei Renault und Dacia: Airbag und Fahrwerk
Jeweils drei Modellreihen müssen wegen unterschiedlicher Probleme in die Werkstätten: Duster, Logan und Sandero von Dacia sowie Fluence Z.E., Mégane und Clio von Renault.

Mit einem Fahrwerks- und einem Airbag-Rückruf für insgesamt zirka 1.300 Fahrzeuge müssen sich die deutschen Renault- und Dacia-Partner zu Jahresbeginn beschäftigen. Bei der Billig-Tochter geht es um die Modellreihen Duster, Logan und Sandero. Aus weltweit 7.742 Einheiten, davon 934 in Deutschland, müssen sieben mit fehlerhaftem Gasgenerator-Zünder des Fahrerairbags herausgefiltert werden.
„Im Falle eines Aufpralls mit Auslösung des Airbags besteht die Gefahr, dass der Fahrer-Airbag nicht ausgelöst wird“, erklärte Martin Zimmermann, Vorstand Kommunikation der Renault Deutschland AG, auf Anfrage von »kfz-betrieb«. Für die Kontrolle der Seriennummer und den gegebenenfalls nötigen Tausch des Airbags sind knapp 50 Minuten vorgesehen. Im internen Händlernetz wird die Aktion unter dem Code „0CDQ“ vermerkt. Betroffen sind verschiedene Bauzeiträume zwischen September 2012 und Dezember 2013.
Zwischen dem 1. und 17. Februar 2016 im türkischen Bursa gebaute Fluence Z.E., Mégane Generation IV und Clio IV sind Gegenstand des Renault-Rückrufs. Durch einen Fehler im Schrauber seien die hinteren Achsschenkelträgerschrauben im Werk unter Umständen nicht mit dem korrekten Anzugsdrehmoment befestigt worden, so Zimmermann. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) warnt vor einer Beeinträchtigung des Spurhaltevermögens.
In der Vertragswerkstatt wird im Rahmen der Aktion „OCBE“ bei weltweit 8.353 Fahrzeugen das Anzugsdrehmoment überprüft. Dies ist laut Hersteller in knapp 20 Minuten erledigt. Langwierig wird es bei Abweichungen. Dann wird die komplette Hinterachse ausgetauscht, wofür je nach Modell drei bis 4,6 Stunden eingeplant sind. Unfälle aufgrund der Probleme habe es bislang in beiden Fällen nicht gegeben, hieß es.
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