Mercedes Rückrufe für GLE und S-Klasse

Von Niko Ganzer 1 min Lesedauer

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Fast 100.000 PHEV-Exemplare des SUV benötigen ein Update des ESP-Steuergerätes. Bei 18.000 Luxuslimousinen muss die Zwölf-Volt-Massestelle im Kofferraum wegen erhöhter Brandgefahr überprüft werden.

Die Rückrufaktion für Einheiten des Mercedes GLE in der Plug-in-Hybrid-Version betrifft deutschlandweit 20.390 SUV.(Bild:  Mercedes-Benz)
Die Rückrufaktion für Einheiten des Mercedes GLE in der Plug-in-Hybrid-Version betrifft deutschlandweit 20.390 SUV.
(Bild: Mercedes-Benz)

Die Mercedes-Benz AG ruft weltweit rund 98.000 Exemplare der Baureihe GLE (BR 167) in der Plug-in-Hybrid-Variante zurück in die Vertragsbetriebe: In einem halbstündigen Update muss die Software des ESP-Steuergerätes aktualisiert werden. „Unter spezifischen Randbedingungen“, wie beispielsweise während der elektrischen Fahrt bei nassen Witterungsverhältnissen, könne die erforderliche Betätigungskraft des Bremspedals erhöht sein, erklärte ein Konzernsprecher auf Anfrage.

„Sollte der Fahrer in diesem Fall nicht die erforderliche erhöhte Betätigungskraft aufbringen, könnte sich der Bremsweg vorübergehend verlängern“, sagte er. Bringt der Fahrer die erforderliche Betätigungskraft auf, wäre aber „zu jeder Zeit“ eine ausreichende Bremswirkung erzielbar. Der Aktionscode „5496340“ gilt in Deutschland für 20.390 SUV aus dem Produktionszeitraum April 2019 bis Oktober 2023.

Massestelle muss bei 18.000 S-Klasse-Einheiten geprüft werden

Nachzutragen gibt es zudem noch den im vergangenen September gestarteten Rückruf „6891002“ für etwas über 18.000 Exemplare der S-Klasse, von denen 1.343 auf dem Heimatmarkt gemeldet sind. Sie liefen zwischen August 2020 bis April 2023 vom Band. Die Verschraubung einer Zwölf-Volt-Massestelle im Kofferraum könnte sich mit der Zeit lösen, wodurch sich der elektrische Übergangswiderstand an dieser Verbindungsstelle erhöht.

„Je nach Fahrzeugkonfiguration könnten dadurch bestimmte Funktionen des ESP deaktiviert werden oder es könnte aufgrund der hohen elektrischen Ströme ein lokaler Temperaturanstieg entstehen“, sagte der Sprecher zu den möglichen Folgen. Im schlimmsten Fall sei eine „Wärmeentwicklung mit Brandfolge nicht ausgeschlossen“, ergänzt das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in seiner Warnmeldung. Die Prüfung der Massestelle und ggf. notwendige Reparaturmaßnahmen nehmen den Angaben zufolge fünf Stunden in Anspruch.

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