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Spyker-Chef Victor Muller versprach Saab unterdessen alle nötige Hilfe. Die Saab-Mitarbeiter waren erleichtert. „Wir sehen mit dem neuen Besitzer eine Zukunft“, sagte Gewerkschafterin Anette Hellgren dem schwedischen Sender SVT. Eine Arbeitsplatz-Garantie gibt es indes keine.
„Fairer Preis“
Spyker zahlt für Saab 74 Millionen Dollar in bar. Darüber hinaus bekommt General Motors Vorzugsaktien an dem neuen Unternehmen im Wert von 326 Millionen Dollar. „Wir haben einen fairen Preis für die GM-Aktionäre erzielt“, sagte der mit dem Verkauf betraute GM-Planungschef John Smith. Die Schließung von Saab sei nie das bevorzugte Ziel gewesen, beteuerte er.
Seit 20 Jahren gehört Saab zu General Motors und hat in dieser Zeit fast durchgängig rote Zahlen geschrieben. Im vergangenen Jahr fiel ein operativer Verlust von 400 Millionen Euro an - bei einem Umsatz von nur noch rund 1 Milliarde Euro. Der Absatz war wegen der Wirtschaftskrise und der anhaltenden Unsicherheit über das weitere Schicksal von knapp 95.000 auf 40.000 Autos eingebrochen.
In den letzten Tagen hatte sich eine Annäherung von General Motors und Spyker abgezeichnet. Allerdings war bis zuletzt unklar, ob es Spyker gelingen wird, die Finanzierung auf die Beine zu stellen. Die Niederländer hatten schon einmal Ende vergangenen Jahres vergeblich versucht, genug Geld aufzutreiben. Damals war der Verkauf geplatzt.
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