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Saab an Holländer verkauft

Spyker zahlt 74 Millionen Dollar in bar

27.01.2010 | Autor: Jens Rehberg/dpa

General Motors (GM) hat Saab endlich verkauft. Den Zuschlag bekam der kleine niederländische Sportwagen-Hersteller Spyker. Der Kaufpreis beträgt umgerechnet rund 283 Millionen Euro. GM bestätigte am Dienstag in Detroit den erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen. Die geplante Schließung von Saab mit seinen 3.400 Mitarbeitern ist damit vom Tisch.

„Die Vereinbarung mit Spyker Cars hat Saabs Zukunft gesichert“, sagte Saab-Chef Jan Ake Jonsson. Vor allem mit dem neuen 9-5 will das chronisch defizitäre Unternehmen wieder in die richtige Spur kommen.

Saab-Händler sind erleichtert

Die deutschen Händler bestellen den an sich fertigen 9-5 allerdings noch nicht, weil der endgültige Preis noch nicht feststeht und der Importeur noch keine Auftragsbestätigungen ausgibt. Der Vorsitzende des Saab-Händlerverbands, Frank Jaenicke, sagte auf Anfrage von »kfz-betrieb ONLINE«, dass man von Saab Deutschland jetzt die schnellstmögliche Öffnung der Systeme für die Bestellung sowie die Preise für den 9-5 erwarte. „Natürlich sind wir jetzt auch sehr erleichtert, dass es weitergeht“, sagte der Händler zudem. „Das ist ein gutes Signal für die Kunden.“

Zur langfristigen Perspektive von „Saab Spyker Automobile“ meint Jaenicke: „Die an dem Deal Beteiligten haben das sicher nicht gemacht, um die nächsten Jahre auf der Rasierklinge zu reiten.“

Abwicklung hatte noch nicht richtig begonnen

Saab-Deutschland-Chef Hans-Jörg Hänggi ließ im Gespräch mit der Redaktion offen, ab wann die Auftragsbestätigungen für den 9-5 getätigt werden können. „Die bereits begonnene Abwicklungsphase hat in Schweden zwar keinen Schaden angerichtet, aber die Teileanlieferung der Zulieferer muss erst wieder in Gang kommen.“ Beim Pricing hätten zudem die neuen Eigentümer noch ein Wörtchen mitzureden. Hänggi glaubt, dass die endgültigen Preise für den 9-5 Mitte Februar feststehen werden.

„Wir freuen uns alle“, kommentierte der Manager Die GM-Entscheidung für den Verkauf der schwedischen Traditionsmarke. Durch die Kreditbürgschaft der schwedischen Regierung seien alle nötigen Investitionen in die Marke für die kommenden ein bis zwei Jahre gewährleistet. Das beinhalte auch die Entwicklung neuer Modelle.

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