Sachsen Classic: Roadtrip von Zwickau nach Dresden
Vom 13. bis 15. August fuhr Deutschlands längstes rollendes Automuseum auf über 630 Kilometern durch Sachsen.
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Wunderschöne Landschaften, faszinierende Autos aus über 100 Jahren Automobilgeschichte und viel Sonne: So lässt sich die 13. Sachsen Classic Rallye zusammenfassen, zu der Mitte August rund 180 Oldtimer auf der Strecke von Zwickau nach Dresden an den Start gingen. Viele Vorkriegsmodelle bildeten den Anfang des Starterfelds. Es folgten Autos quer durch die Automobilgeschichte und auch viele Fabrikate, die längst vom Markt verschwunden sind.
Darunter waren einige ganz seltene Preziosen wie der Wanderer Stromlinie Spezial aus dem Jahr 1938, von dem es weltweit nur noch drei Exemplare gibt. Als ältestes Fahrzeug ging der Hudson 33 Mile-a-Minute Raceabout aus dem Jahr 1912 an den Start – am Steuer der Obermeister der Kfz-Innung Berlin-Brandenburg, Thomas Lundt. Er musste allerdings schadenbedingt kurz nach dem Start aufgeben. Die Besitzer wechselten auf ein mitgebrachtes Ersatzfahrzeug.
Zu sehen waren viele Porsche-Modelle, natürlich war der VW Käfer mehrfach vertreten aber auch Golf und Passat durften nicht fehlen. Bentleys, Rolls-Royce-Modelle, historische Jaguar-Fahrzeuge aber auch amerikanische Limousinen, französische Oberklassefahrzeuge und der eine oder andere Exot brachten den Glanz vergangener Tage nach Sachsen.
Die etablierte Rallye der Motorpresse Stuttgart ist auch für die Automobilbranche und das Kfz-Gewerbe ein großes Ereignis. Zahlreiche Unternehmen und Branchenpromis nahmen teil, wie der frühere VW-Chef Carl Hahn, VW-Nutzfahrzeug-Vorstand Andreas Renschler und Audi-Entwicklungsvorstand Ulrich Hackenberg.
Prominentester Fahrer im Feld war sicher der aus der TV-Sendung „Live aus der Anstalt“ bekannte Kabarettist Urban Priol, der mit der Startnummer 170 in einem Citroen SM an den Start ging. „Hier brauchst Du eigentlich kein Roadbook, weil so viele Menschen den Straßenrand säumen und Dir auch immer zeigen, wo Du hinfahren musst“, kommentierte Priol die Veranstaltung.
Kompetente Moderatoren, fast schon lebende Lexika der Automobilgeschichte, stellten für die Passanten die Fahrzeuge vor und kommentierten die Modelle mit allerlei Wissenswertem und vergnüglichen Geschichten und Anektoden. Auch nie um einen Spruch verlegen: „Porsche macht hässliche Männer schön.“ Oder zum Tatra T 603 aus dem Jahr 1967: „Die Regierungszigarre, die auch Fidel Castro fuhr.“ Auf der ersten Halbtagesetappe fuhr eine Gruppe historischer Motorräder dem Feld voraus.
Stefan Braunschweig, Leiter Unternehmenskommunikation der Motorpresse Stuttgart: „Das Besondere an dieser Rallye, die wir nun schon zum 13. Mal veranstalten, ist der Spirit hier in Sachsen, diesem traditionellen Automobilland. Die Teilnehmer der Rallye schätzen die Kombination aus schönen Landschaften, einer wunderbaren Streckenführung und das unglaublich sympathische Feedback, dass man vom Straßenrand von den vielen Zuschauern bekommt.“
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