Sägezahnbildung mindern Eine Patentlösung gibt es nicht

Von Dipl.-Ing. (FH) Kfz-Technik Peter Diehl 4 min Lesedauer

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Monotones Fahren fördert die Sägezahnbildung am Reifenprofil, leise Antriebsstränge beschleunigen die Hörbarkeit des Komfortproblems. Mit welchen Maßnahmen lässt sich Abhilfe schaffen?

Sägezahnbildung kann bei allen Pkw auftreten. Für Insassen besonders spürbar ist sie bei Fahrzeugen mit leisen Antriebssträngen, vor allem also bei rein elektrisch oder hybrid angetriebenen Pkw.(Bild:  Diehl – VCG)
Sägezahnbildung kann bei allen Pkw auftreten. Für Insassen besonders spürbar ist sie bei Fahrzeugen mit leisen Antriebssträngen, vor allem also bei rein elektrisch oder hybrid angetriebenen Pkw.
(Bild: Diehl – VCG)

Im Fahrbetrieb – beim Abrollen der Reifen – verformen sich die einzelnen Profilblöcke der Laufflächen, wenn sie in den Bereich der Reifenaufstandsfläche eintreten. Verlassen die Profilblöcke diesen Bereich wieder, bildet sich die Verformung zurück. Zugleich erhöht sich für diesen Moment ihr Schlupf – mit der Folge eines intensiveren Verschleißes der hinteren Profilblockkanten. Die Profilblöcke zeigen also Abflachungen nach hinten, sodass die Reifenlauffläche im Längsschnitt der Kontur eines Kreissägeblatts ähnelt. Eine vereinfachte Darstellung, mit der sich jedoch die sogenannte Sägezahnbildung gut erklären lässt.

Somit ist die Sägezahnbildung keine neue Erscheinung. Allerdings führt sie in jüngster Zeit verstärkt zu Beanstandungen durch Kunden. Denn intensivere Reifenabrollgeräusche – die für Autofahrer spürbare Auswirkung der Sägezahnbildung – sind vor allem bei Fahrzeugen mit leisen Antriebssträngen wahrnehmbar, also bei rein elektrisch oder hybrid angetriebenen Pkw. Auch bei Motorrädern kennt man diese Erscheinung, was hier aber nicht thematisiert werden soll.