Schadenentwicklung: Eine Frage der Haftung

Autor / Redakteur: Jan Rosenow / Dipl.-Ing. (FH) Jan Rosenow

Zwei Fragen zu Fahrerassistenzsystemen bewegen die Branche: Wie wirken sich die einzelnen Systeme auf unterschiedliche Schadenbilder aus? Und wer haftet, wenn es trotz Assistent kracht? Antworten gab es auf den Karosserie- und Schadenstagen.

(Foto: Volvo)

Das Unbehagen war dem jungen Wissenschaftler anfangs durchaus anzumerken. Ausgerechnet auf einer Tagung für Menschen, die ihr Geld mit der Reparatur von Unfallschäden verdienen, sollte Dr. Klaus Gschwendtner von Audi darüber berichten, dass sich mit Fahrerassistenzsystemen die Zahl der Unfälle und auch ihre Schwere deutlich senken lässt. Damit steht unvermeidlicherweise auch das Geschäftsmodell der Karosserie- und Lackbranche infrage.

Doch das fachkundige Publikum auf den Würzburger Karosserie- und Schadenstagen, die am 15. und 16. April bei Vogel Business Media stattfanden, reagierte keineswegs mit Buhrufen auf den interessanten Vortrag. Vielleicht, weil die technische Entwicklung ohnehin unausweichlich ist, vielleicht auch, weil es wusste, dass sich selbst mit der besten Technik niemals alle Unfälle vermeiden lassen werden.