Schadensteuerung lässt kaum Raum für Gewinn

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Schlechte Stimmung in den Betrieben

Die Kosten- und Erlösentwicklung drückt mittlerweile auf die Stimmung im Markt. „Die Mehrheit der Partnerwerkstätten von Schadensteuerern sieht die Entwicklung mit großer Sorge“, fasst der BVdP die Situation zusammen. In einer breit angelegten Umfrage unter den Partnerwerkstätten hat der Bundesverband unter anderem die Zufriedenheit der Betriebe mit den ausgehandelten Konditionen abgefragt. Das Ergebnis für einen der führenden Schadensteuerer gibt beispielhaft die Stimmungslage wieder. Demnach sind 54 Prozent der befragten Unternehmen mit den ausgehandelten Konditionen dieses Schadensteuerers unzufrieden oder sehr unzufrieden. 35 Prozent sehen die Situation mit gemischten Gefühlen, nur elf Prozent sind zufrieden. Sehr zufrieden ist gar kein Betrieb.

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Die Studie habe einen sehr guten Überblick gegeben, bei welchen Schadensteuerern die Entwicklung der Verrechnungssätze besonders kritisch war, schreibt der BVdP. Er kündigte an, die angespannte Situation bei den entsprechenden Schadensteuerern und Versicherern noch stärker und konkreter zu thematisieren als bisher. „Für die Partnerwerkstätten müssen sich die Stundenverrechnungssätze substanziell verbessern“, forderte der Vorstandsvorsitzende des BVdP, Reinhard Beyer.

Weiter verdeutlicht er, dass die Betriebe „nur moderat steigende Stundenverrechnungssätze bei Kostensteigerungen bis rund 14 Prozent selbst durch große Anstrengungen in der Prozessoptimierung nicht mehr auffangen können“. Nachdem die Unternehmen in den vergangenen Jahren stark in Personal sowie moderne Technik investiert hätten und zudem immer mehr Zusatzleistungen erbringen, sei es nun an der Zeit, die Einnahmesituation spürbar zu verbessern.

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