Intec Schluss mit Versicherungsbetrug

Von Silvia Lulei 1 min Lesedauer

Der Gesamtverband der Versicherer geht von sechs Milliarden Euro Versicherungsbetrug in der Kfz-Versicherung pro Jahr aus. Eine KI-Plattform zur Betrugserkennung soll solchen Absichten vorbeugen. Der Garantieanbieter Intec ist beteiligt.

Markus Müller, Intec, macht sich stark gegen Versicherungsbetrug. Er pilotiert eine KI-basierte Plattform, die auffällige Schadenmeldungen analysiert und so betrügerische Absichten ans Licht bringt.(Bild:  Intec)
Markus Müller, Intec, macht sich stark gegen Versicherungsbetrug. Er pilotiert eine KI-basierte Plattform, die auffällige Schadenmeldungen analysiert und so betrügerische Absichten ans Licht bringt.
(Bild: Intec)

Jede zehnte Schadenmeldung war 2024 dubios, so der Gesamtverband der Versicherer (GDV). Die Versicherer vermuten dahinter einen geplanten Versicherungsbetrug, der sich auf eine Gesamtschadenssumme von etwa sechs Milliarden Euro addiert hat. Dr. Franco Marchesoni, Hans Baare-Schmidt und Julian Becker haben in ihrem Unternehmen a68 ein Prüfverfahren entwickelt, mit dem Versicherungsbetrügereien aufgedeckt werden können. Der Garantieanbieter Intec AG pilotiert gemeinsam mit a68 und dessen Forschungspartner Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie (SIT) eine KI-Plattform zur Betrugserkennung. Ziel der Kooperation ist es, Schadensprozesse effizienter, verlässlicher und wirtschaftlicher zu gestalten.

Niedrigere Schaden-Kosten-Quoten

Will man Schadensmeldungen prüfen, ist das häufig ein manueller und damit zeit- und personalintensiver Prozess. Das Gründerteam von a68 nutzt künstliche Intelligenz sowie Bild- und Dokumentenforensik, um hier schneller ans Ziel zu kommen. Das System erkennt feinste Manipulationen, etwa im Sensorrauschen oder durch Copy-Move-Elemente, die für das menschliche Auge unsichtbar bleiben.

Schadenfälle werden geprüft, indem Dokumente, Bilder und Schadenbeschreibungen miteinander abgeglichen werden. Durch die automatisierte Betrugserkennung lassen sich unplausible Fälle sofort identifizieren. Sachbearbeiter erhalten so eine fundierte Einschätzung der Betrugswahrscheinlichkeit inklusive transparenter Begründung, was Entscheidungen beschleunigt und absichert.

Deep-Learning-Modell lernt aus Vergangenheitsdaten

a68 basiert auf einer KI-gestützten SIU-Plattform (SIU = Special Investigation Unit), die mithilfe von Deep-Learning-Modellen, die auf Zehntausenden realen Schadenfällen und forensischen Algorithmen trainiert sind, Dokumente und Bilder automatisiert analysiert. „Wir schließen damit eine kritische Lücke im Schadensmanagement“, betont Markus Müller, Vorstandsvorsitzender der Intec AG. „Die KI-Vorprüfung entlastet das Service-Team, beschleunigt die Auszahlung bei berechtigten Ansprüchen und senkt nachhaltig die Schaden-Kosten-Quote. So stellen wir sicher, dass unsere Händler und die Gemeinschaft der Versicherten nur für legitime Schäden aufkommen müssen.“

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