Cupra/Seat Schneider-Gruppe eröffnet 700 Quadratmeter großen Showroom für spanische Marken

Von Andreas Grimm

Mit dem inzwischen sechsten Standort für Seat und Cupra setzt die Schneider-Gruppe verstärkt auf das wachstumsstarke spanische Markenpaar. In Chemnitz ist für die Fabrikate ein großer Schauraum entstanden.

Die Schneider-Gruppe hat in Chemnitz in einem vor einem halben Jahr gekauften Immobilie einen großen Seat- und Cupra-Showroom eröffnet.
Die Schneider-Gruppe hat in Chemnitz in einem vor einem halben Jahr gekauften Immobilie einen großen Seat- und Cupra-Showroom eröffnet.
(Bild: Seat/Schneider-Gruppe)

Die vor allem in Sachsen aktive Schneider-Gruppe hat in Chemnitz einen exklusiven Cupra- und Seat-Standort eröffnet. Den 16. Vertriebsstandort der Gruppe hatte der Mehrmarkenhändler, der Renault und Dacia, Seat und Cupra, Jaguar und Land Rover vertritt, im Frühjahr 2021 gekauft und ab Herbst 2021 im laufenden Betrieb auf die CI-Anforderungen von Cupra und Seat umgebaut. Die Marke Seat selbst ist seit 2006 Teil des Markenportfolios, 2020 kam Cupra dazu.

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Insgesamt ist die Immobilie an der Müllerstraße – das einstige, im Jahr 2020 in die Insolvenz gegangene Citroën-Autohaus Haustein – gut 2.000 Quadratmeter groß, davon nimmt der Showroom 1.400 Quadratmeter ein. Die Hälfte dieser Fläche ist für die spanischen Fabrikate vorgesehen, die andere Hälfte beherbergt das Caravan-Center der Schneider-Gruppe. Für den Händler ist es der sechste Standort für die Spanier nach Frankenberg, Freiberg, Hof, Plauen und Zwickau.

Damit wird Schneider ein zunehmend wichtiger Partner für den Importeur, insbesondere weil der Händler mit Cupra und Seat viel vorhat. Im ersten vollen Verkaufsjahr 2023 sollen am neuen Standort über 400 Neuwagen verkauft werden. Zum geplanten Absatzanteil von Cupra wollte sich das Unternehmen nicht konkret äußern, der Marken-Neuling hat im Showroom aber mehr Platz bekommen als die Stammmarke Seat. Ähnlich hatten zuletzt Motor Nützel und die Spindler-Gruppe ihre Schauraum-Umbauten gewichtet.

Für die nicht näher bezifferte Investition in den Betrieb hatten viele Gründe gesprochen. Neben dem grundsätzlichen Glauben an den Erfolg und das Wachstum von Seat und Cupra in den kommenden Jahren waren die Kapazitäten am Schneider-Firmensitz in Chemnitz für die beiden Fabrikate längst erschöpft. „Mit dem neuen Objekt haben unsere Kundinnen und Kunden, aber auch unsere Teams völlig neue Möglichkeiten“, stellte Geschäftsführer Marko Schneider fest.

Mit dem neuen Standort adressiert Schneider Privatkunden und auch gezielt Gewerbekunden. „Als Großkundenleistungszentrum mit Rahmenverträgen für die Marken Seat und Cupra haben wir hierfür eigens zwei Verkäufer in Funktion“, hieß es auf Anfrage. Vor allem die privaten Stammkunden durften sich zur Eröffnung am 14. Mai angesprochen fühlen, als zur „großen Neueröffnung“ ein vielfältiges Rahmenprogramm inklusive Probefahrten geboten war. Etwa 800 Besucher seien gekommen, berichtet die Marketing-Abteilung. Präsentiert wurde die gesamte Seat- und Cupra-Modelllinie – „mit etwas Vorsprung für Cupra Born und Formentor“.

An ihrem Stammsitz in der Hilbersdorfer Straße war die Schneider-Gruppe „Vollsortimenter“ mit all ihren Marken sowie der Caravan-Abteilung. Kurz nach dem Kauf der Haustein-Immobilie war der Caravan-Betrieb umgezogen. Ende April folgte der Umzug von Seat und Cupra. „Der Umbau von gut sechs Monaten erfolgte im Parallelbetrieb, wir hatten den Standort dafür nie geschlossen“, heißt es nun vom Unternehmen.

Insgesamt ist das Gelände knapp 6.500 Quadratmeter groß. Der Cupra-Seat-Schauraum belegt 728 Quadratmeter, die Wohnmobile nehmen 710 Quadratmeter in Beschlag. Im Obergeschoss stehen 430 Quadratmeter Bürofläche zur Verfügung. Insgesamt arbeiten 35 Mitarbeiter am Standort im Verkauf und in der Werkstatt, Service und Teiledienst.

Die Schneider-Gruppe betreibt derzeit mit rund 500 Mitarbeitern 16 Handelsstandorte. Das Unternehmen geht zurück auf Joachim Schneider, der nach einer Ausbildung zum Karosseriebauer im Jahr 1977 seinen eigenen Betrieb übernahm. Nach der Wende unterzeichnete Schneider im Jahr 1990 einen Händlervertrag mit Renault. Bereits um die Jahrtausendwende expandierte das Unternehmen auf weitere Standorte. Heute dreht die Unternehmensgruppe rund 13.000 Neu- und Gebrauchtwagen im Jahr.

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