Schnelltest für den gebrauchten E-Auto-Akku
Niemand will die Katze im Sack kaufen – das gilt auch für gebrauchte E-Autos. In Bezug auf mechanische Komponenten ist der Fahrzeugcheck simpel. Was ist aber mit dem Herzstück, dem Akku? Die Dekra hat jetzt ein Verfahren vorgestellt, mit dem der Check in wenigen Minuten gelingen soll.
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Wie gut ist der Akku eines gebrauchten E-Autos noch in Schuss? Eine Frage, die vor allem potenzielle Käufer interessiert – bislang aber nur umständlich zu beantworten war. Die Prüforganisation Dekra hat nun ein Verfahren auf dem Electric Vehicle Symposium (EVS) in Stuttgart vorgestellt, mit dem die Kapazität schnell und sicher abgeschätzt werden kann.
Die Batterie-Diagnose kann während einer kurzen Probefahrt durchgeführt werden und soll sich daher deutlich besser für den schnellen Gebrauchtwagen-Check eignen als die herkömmlichen, sehr aufwendigen Verfahren. „Mit unserem Diagnoseverfahren können wir während einer kurzen Probefahrt, wenn die Batterie unter Last steht, ihren Zustand ermitteln“, so Andreas Richter von der Dekra. Gemessen werden dabei Strom und Spannung der Batterie, anschließend werden die Werte in Bezug zu einem vergleichbaren Neuwagen gesetzt. Allerdings ist der Schnelltest laut Dekra nicht ganz so genau wie das klassische Verfahren, bei dem der Akku komplett entladen und wieder aufgeladen wird. Dafür liefert das entwickelte Verfahren nach wenigen Minuten eine erste Einordnung.
Pilotiert wird der Batterie-Test im Rahmen der bekannten Gebrauchtwagenbewertungen ab kommendem Jahr in ausgewählten Niederlassungen der Prüforganisation, mittelfristig soll er an allen 75 deutschen Standorten verfügbar sein. Zum Preis sagt die Dekra noch nichts. Er dürfte sich jedoch im Rahmen des Gebrauchtwagen-Checks für konventionell motorisierte Pkw bewegen, der ab rund 150 Euro zu haben ist.
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