Oktober-Auswertung Schwache Zahlen im Gebrauchtwagenmarkt

Von Andreas Grimm 2 min Lesedauer

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Die Entwicklung der Pkw-Besitzumschreibungen gleicht einer Berg- und Talfahrt. Auf gute Monate folgt direkt ein Rückgang, etwa nun wieder im Oktober. Aber auch in anderen Fahrzeugklassen ging es bergab.

Nicht nur die Nachfrage nach gebrauchten Pkw war im Oktober rückläufig, auch die solide Nachfrage nach Nutzfahrzeugen schwächelte. (Bild:  Achter)
Nicht nur die Nachfrage nach gebrauchten Pkw war im Oktober rückläufig, auch die solide Nachfrage nach Nutzfahrzeugen schwächelte.
(Bild: Achter)

Der deutsche Gebrauchtwagenmarkt bleibt labil und tritt unter dem Strich auf der Stelle. Wie aus den Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) hervorgeht, fanden im Oktober 558.790 Fahrzeuge einen neuen Halter. Das waren 2.8 Prozent weniger als im Vergleichsmonat des Vorjahres.

Damit setzt sich zugleich die Auf- und Ab-Entwicklung des Gebrauchtwagenmarktes mit mal steigenden, mal fallenden Umschreibezahlen fort. Nach zehn Monaten registrierte die Behörde 5,511 Millionen Halterwechsel. Das sind derzeit noch 0,2 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Vom Vor-Corona-Niveau ist dieser Bereich des Kfz-Handels noch weit entfernt.

Dass im Gebrauchtwagenmarkt nicht alles rosig ist, hatte zuletzt auch der Marktreport von Autoscout 24 festgestellt (auf Basis der ersten drei Quartale). „Die Zahlen wirken auf den ersten Blick solide, doch unter der Oberfläche zeigen sich Warnsignale“, hatte Deutschland-Vertriebschef Stefan Schneck die Ergebnisse zusammengefasst. Vor allem steigende Standzeiten bei einem insgesamt leicht steigenden Bestand hatten die Zahlen der Onlineplattorm ergeben. Für die nähere Zukunft rechnet die Börse „mit Bremsspuren“ im Gebrauchtwagenmarkt.

Tatsächlich war im Oktober nicht nur der Pkw-Markt rückläufig, auch die bislang sehr solide laufende Nachfrage nach Nutzfahrzeugen war deutlich unter Druck geraten. Den KBA-Daten zufolge sackten vor allem die Umschreibungen von Zugmaschinen deutlich auf 9.753 Einheiten ab (-16,1 %). Im gesamten Jahresverlauf sind die Halterwechsel in dieser Fahrzeugklasse aber noch 3.1 Prozent im Plus.

Gleiches gilt für die Lkw. Sie waren mit 37.713 Einheiten 6,7 Prozent weniger gefragt. Im Gesamtjahr sind die Umschreibungen in dieser Klasse ebenfalls noch 3,1 Prozent im Plus (371.267 Einheiten). Bei den Bussen ging die Nachfrage sogar um 21,1 Prozent in den Keller – bei allerdings nur 475 Einheiten. Um die Negatvi-Entwicklung abzurunden sank auch die Zahl der Halterwechsel von Krafträdern um 4,9 Prozent.

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