Schwerin: Von der kleinen Innung zum großen Dienstleister

Von Christoph Baeuchle

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Um die großen Herausforderungen der Zeit zu stemmen, brauchen vor allem kleine Innungen kreative Ansätze. Der neu gewählte Vorstand der Kfz-Innung Schwerin hat bereits Ideen.

Für die nächsten fünf Jahre ins Amt gewählt: Thomas Wilk, Obermeister der Kfz-Innung Schwerin.(Bild:  Zietz/»kfz-betrieb«)
Für die nächsten fünf Jahre ins Amt gewählt: Thomas Wilk, Obermeister der Kfz-Innung Schwerin.
(Bild: Zietz/»kfz-betrieb«)

Der neu gewählte Vorstand der Kfz-Innung Schwerin hat viel vor. Auf der Mitgliederversammlung bestätigten die Teilnehmer Obermeister Thomas Wilk in dem Amt, das er bereits seit zwölf Monaten ausübt.

Unterstützt wird Wilk vom Vorstandsteam, dem neben den wiedergewählten Mitgliedern Torsten Fetchenheuer (Stellvertretender Obermeister), Guido Berndt, Diethelm Leonhard und Reinhart Geick auch Marc Kreutz angehört. Kreutz rückt für Bodo Radloff nach, der nicht mehr zur Wahl stand.

Als kleine Organisation mit 32 Mitgliedern steht die Kfz-Innung Schwerin vor großen Herausforderungen, wie die gesamte Branche. Neue FUV, Bremsenprüfstand und Scheinwerfereinstellplatz, das bringt viele Betriebe an ihre Grenzen – sowohl in Bezug auf die Investitionen als auch bei der Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben.

„Immer mehr Betriebe wollen ihren Prüfstützpunkt abgeben“, bedauert Obermeister Wilk. Dies gelte nicht nur für kleine Werkstätten, sondern auch für größere Autohäusern. Und bleiben die Betriebe dabei, so überlassen sie die Abgasuntersuchung den Prüfdienstleistern. Aus Wilks Sicht ist das die falsche Entwicklung. „Das ist wenig effektiv, schließlich macht man sich von Dienstleistern abhängig.“

Mit gezielten Informationen will das Vorstandsteam um Obermeister Wilk die Mitgliedsbetriebe unterstützen. Das gilt nicht nur für die Umsetzung der bereits erwähnten neuen Vorgaben zur technischen Prüfung. „Die gesetzlichen Vorschriften kann man ja ohne Unterstützung kaum noch meistern.“ Damit die Mitglieder nicht den Überblick verlieren, will die Innung helfen.

Dies soll zu einer deutlicheren Positionierung als Dienstleister für die Mitgliedsbetriebe führen. Damit will Wilk nicht nur die bestehenden Mitglieder, sondern auch neue Mitglieder von den Leistungen der Innung überzeugen.

Damit die kleine Innung ihrem Auftrag nachkommen kann, sucht sie den Schulterschluss mit Nachbarinnungen. „Wir wollen natürlich die Eigenständigkeit behalten, aber es gibt viele Möglichkeiten zur Kooperation“, so Wilk. Diese Entwicklung forciert auch der neu gewählte Vorstand des Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern, dem Wilk als stellvertretender Präsident angehört.

Als Beispiel für eine engere Zusammenarbeit nennt der Obermeister das Thema Ausbildung. Gemeinsam könnten die Innungen um Nachwuchskräfte für die Autohäuser und Werkstätten sorgen.

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