Seat Leon: Vierte Generation schafft Raum für mehr

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Gas-Version kommt trotz Ausstieg

Auch wenn sich Seat den stärkeren Charakter erlaubt, greifen die Spanier natürlich gerne und tief in die Wolfsburger Regale für die Errungenschaften des Modularen Querbaukastens (MQB). Das gilt vor allem für die Antriebspalette mit den Sauber-Dieseln und ihrem Twindosing-Katalysator, den Mild-Hybrid-Benzinern und den ersten Plug-in-Motoren.

So gibt es den Leon vom Start mit vier Benzinern vom 1,0-Liter-Dreizylinder mit 66 kW/90 PS bis zum 2,0-Liter-Turbo mit 140 kW/190 PS, einem 2,0-Liter-Diesel mit 115 oder 150 PS und einer CNG-Version mit 1,5 Litern Hubraum und 136 PS. Ja die Gas-Version wird trotz des verkündeten Ausstiegs des Konzerns aus dieser Antriebstechnik kommen. Das bestätigt der Handel. Seat selbst habe dies in einem Rundschreiben im Partnernetz umgehend zugesichert, heißt es aus den Betrieben.

Seat Leon: Vierte Generation wird länger und vielfältiger
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Dazu kommen im Antriebsmix zwei Hybrid-Versionen. Denn neben dem 110 kW/150 PS starken Mild-Hybrid mit 48 Volt-Technik und elektrischem Starter-Generator bringen die Spanier erstmals auch einen Steckdosen-Stromer. Dafür kombinieren sie einen 1,4-Liter-TSI-Motor mit einer E-Maschine mit einer Systemleistung von 204 PS und einem Puffer-Akku von 13 kWh, der Strom für bis zu 60 Kilometer ohne Sprit liefert.

„Always on“

Wem das nicht genug ist, den tröstet ein Blick über den Tellerrand. Denn ungeduldig scharrt auch die sportliche Tochter Cupra bereits mit den Hufen: Sie hat einen Benziner mit 180 kW/245 PS und einen weiteren Plug-in mit bis zu 310 PS in der Pipeline. Wobei man die scharrenden Hufen nicht wörtlich nehmen darf. Denn Seat profitiert einmal mehr vom MQB und bietet die stärkeren Varianten auch mit Allrad an.

Neben den Antrieben kennt man auch Assistenten wie die intelligente Abstandskontrolle mit aktiver Spurführung oder die Ausstiegswarnung vom Golf und auch das Ambiente. Denn auch der Leon bekommt ein komplett und entsprechend aufgeräumtes Cockpit mit virtuellen Instrumenten, einem großen Touchscreen und den Sensorfeldern drum herum, die so viele Taster ersetzen. Und natürlich ist der Leon „always on“, verbindet sich nahtlos mit dem Smartphone, navigiert online und lässt sich mit allerlei Apps anreichern.

Zwar spricht vieles dafür, dass der neue Leon tatsächlich zu einem Erfolgsmodell wird. Doch der Druck ist gewaltig. Denn nachdem die Spanier über eine Milliarde Euro in Entwicklung und Produktion ihres Bestsellers gesteckt haben, können sie sich einen Flop gar nicht leisten. Allerdings ist Erfolg heutzutage wohl relativ. Die Zeiten, als der Leon in Deutschland fast jeden zweiten Seat-Neuwagen stellte, sind schon einige Jahre vorbei. Seither haben die SUV-Modelle viele Seat-Kunden angezogen. Und dann kommt ja noch die Elektromobilität mit neuen Modellen wie dem El-Born. Trotzdem: Dass das Kernmodell wirklich floppt, ist kein wirklich wahrscheinliches Szenario – Corona hin oder her.

Mit Material von sp-x

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