BYD-Showroom Senger gibt Fahrradgeschäft auf

Von Andreas Wehner 2 min Lesedauer

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Etwa drei Jahre dauerte der Ausflug der Autohandelsgruppe in den Fahrradvertrieb. Im Sommer ist wieder Schluss. Auf den frei werdenden Flächen sollen künftig Elektroautos stehen, unter anderem vom chinesischen Anbieter BYD.

Wo es zuletzt E-Bikes zu kaufen gab, sollen künftig E-Autos stehen: Die Senger-Gruppe gibt das Geschäft mit Fahrrädern ihrer Tochter Senger Neo auf.(Bild:  Senger)
Wo es zuletzt E-Bikes zu kaufen gab, sollen künftig E-Autos stehen: Die Senger-Gruppe gibt das Geschäft mit Fahrrädern ihrer Tochter Senger Neo auf.
(Bild: Senger)

Die Senger-Gruppe steigt aus dem Geschäft mit Fahrrädern aus. Wie das Unternehmen mitteilte, schließen die beiden Stores der Tochtergesellschaft Senger Neo im Sommer ihre Türen. Die frei werdenden Ausstellungsflächen will Senger für neue Automarken nutzen.

Zum 30. Juni 2024 schließt Senger den Standort in Oldenburg. Im dortigen Betrieb will das Unternehmen künftig die Elektrofahrzeuge der chinesischen Marke BYD anbieten. Zum 31. Juli 2024 will die Gruppe den Senger-Neo-Store am Stammsitz in Rheine umfunktionieren. Welche Marke dort künftig vertrieben wird, steht laut Mitteilung noch nicht fest.

„Wir befinden uns in einem sehr dynamischen Marktumfeld und passen unser Mobilitätsangebot laufend der Nachfrage unserer Kunden an. Neue Marken positionieren sich am Markt und bringen Flächenbedarfe mit sich, denen wir kurzfristig gerecht werden wollen“, wird Senger-Geschäftsführer Jörg Senger in der Mitteilung zitiert.

Senger war erst 2021 in das Geschäft mit Fahrrädern eingestiegen. Die beiden Senger-Neo-Stores waren in bestehenden Autohäusern entstanden. „Eine Analyse zeigt, dass wir auch diesem Segment mehr Verkaufsfläche widmen müssten, um die Kundenanforderungen nach unserem Anspruch zufrieden zu stellen. Da dies an bestehenden Standorten nicht möglich ist und eine Expansion außerhalb unserer Autohausstandorte keine strategische Option ist, haben wir uns schweren Herzens zu dieser Entscheidung durchgerungen“, sagte Geschäftsführerin Stefanie Senger laut Mitteilung.

Senger eröffnete Ende 2022 den ersten deutschen Pioneer-Store für das chinesische Fabrikat BYD in Köln. Inzwischen betreibt die Gruppe zudem BYD-Standorte in Bielefeld und Dortmund. „Unsere Strategie sieht vor, mit unseren neuen Marken zu wachsen und neben BYD perspektivisch auch weitere Hersteller von Elektrofahrzeugen in unser Portfolio aufzunehmen“, kündigte Jörg Senger an.

Die Senger-Gruppe verkaufte im vergangenen Jahr mit über 2.600 Mitarbeitern knapp 40.000 Fahrzeuge. Das Unternehmen ist einer von acht deutschen BYD-Partnern. Außerdem vertreibt die Gruppe die Marken Mercedes-Benz, VW, VW Nutzfahrzeuge, Audi, Skoda, Seat, Cupra, Porsche, Smart, Maxus und Microlino.

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