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Im neuen Verwaltungsbüro in Rheine hat das Unternehmen Verwaltung, Rechnungswesen, Personalwesen, Disposition und Services weiter zentralisiert. Das Unternehmen setzt dabei auf moderne Kommunikationsanlagen und strebt damit zu einem weitestgehend „papierlosen Büro“.
Auch online ist die Senger-Gruppe aktiv: eine neue Internetseite, ausgebaute Datenbanken, Suchmaschinenoptimierung und ein markenübergreifendes Leadmanagementsystem verdreifachten den Besucherstrom auf www.auto-senger.de.
Doch es nützt wenig, dass ein Autohaus seine Hausaufgaben erledigt, wenn die allgemeinen Rahmenbedingungen nicht stimmen. „Grundsätzlich ist festzustellen, dass der Automobilhandel in Deutschland nicht nur unter einer Konjunkturkrise, sondern seit vielen Jahren insbesondere unter einer Strukturkrise leidet. Ursache dafür sind in erster Linie die Überkapazitäten der Automobilhersteller und damit verbunden der Preisverfall, den hauptsächlich der Handel trägt“, sagt Senger.
Verantwortung für alle
Schon 2008 forderte Senger, dass der Hersteller das Restwertrisiko übernehmen sollte. Zumindest bei Mercedes-Benz hat sich die Situation zugunsten der Händler geändert. „Außerdem kann es mit gut durchdachten Absatzförderungsaktionen zu einer ausbalancierteren Lastenverteilung zwischen Handel und Hersteller kommen. Letztendlich liegt es aber in der Verantwortung jedes einzelnen Händlers, die Weichen so zu stellen, dass er in den weiterhin stattfindenden Konzentrationsprozessen bestehen kann. Und dabei ist eine bestimmte Größe und Mehrmarkenstruktur sicherlich ausschlaggebend“, sagt Senger.
„Durch unsere 22 Autohäuser in fünf Bundesländern sind wir in der Fläche gut aufgestellt. Daher formulieren wir folgendes Ziel für die Senger-Gruppe: Wir wollen unsere Marken unter schwierigen Rahmenbedingungen zum Erfolg führen und müssen dazu als Handels – und Servicepartner größtmögliche Kompetenz und Schlagkraft beweisen“, so Senger.
Die Anfänge
Den Grundstein für das Unternehmen legte Egon Senger im Jahr 1953, als er eine Daimler-Benz-Vertragswerkstatt gründete. Fünf Jahre später stieg er in den Automobilhandel ein. Er übernahm gleich für zwei Hersteller die Vertretung: für die Daimler-Benz AG und für die Auto-Union.
Der Neubau und die Eröffnung des Mercedes-Benz-Betriebs in Rheine im Jahr 1972 sollte für die gesamte Kfz-Branche von Bedeutung sein. Egon Senger hatte sich nämlich etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Vor der Einfahrt in die Werkstatt platzierte er einen sogenannten Annahmebahnhof, in dem die Kundenfahrzeuge vom Servicemeister gründlich inspiziert und geprüft werden konnten. Dieses Konzept ist heute unter dem moderneren Namen „Dialogannahme“ wohlbekannt in der Branche.
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