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Nach Jahren des kontinuierlichen, aber überschaubaren Wachstums ging es ab den frühen neunziger Jahren in höherem Tempo voran. 1992 startete die Firma Senger ihr Engagement in Ostdeutschland. In der Kleinstadt Weißenfels in Sachsen-Anhalt übernahm die neu gegründete Tochterfirma Senger Automobile GmbH ein Mercedes-Benz-Marktgebiet.
Im Jahr 2000 fusionierte die Senger Automobile GmbH mit der Firma Neils & Kraft. Daraus ging mit der Firma Senger-Kraft ein rechtlich selbstständiges Unternehmen hervor. „Im Gegensatz zu vielen anderen Fusionen ist diese Fusion von Beginn an ein Erfolgsmodell“, erläutert Senger. Seiner Ansicht nach sei es eine der Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche Fusion, sich für eine Unternehmensstrategie zu entscheiden. „Eine Mischform kann nicht funktionieren.“
Erfolgreiche Fusion
Die Expansion schritt weiter voran: Seit 2003 ergänzt die Marke Peugeot das Portfolio. In den folgenden Jahren kamen weitere Mercedes-Benz-Vertragswerkstätten in Dortmund, Werne und Leipzig sowie ein Audi-Autohaus in Lingen hinzu.
Anfang 2007 übernahm Senger die Mehrheitsanteile der „DAF Berlin Nutzfahrzeuge Vertrieb und Service GmbH“. „Wir verfügen über langjährige Erfahrungen mit Nutzfahrzeugen von Mercedes-Benz und haben schon länger darüber nachgedacht, eine zweite Marke aufzunehmen“, erläutert der Unternehmer.
Der nächste Schritt zum weiteren Aufbau der Unternehmensgruppe folgte Ende 2007 mit der Übernahme einer Mercedes-Benz-Vertretung mit vier Standorten im Raum Gotha im Thüringer Wald. 2008 übernahm Senger das Skoda-Autohaus Brinkmann aus Rheine.
Viele vertriebsorientierte Aktionen
Das Jahr 2009 stand natürlich unter dem starken Einfluss der Umweltprämie. Neben der rein vertriebsorientierten Ausrichtung gab es aber auch viele attraktive Aktionen, die von der Kundschaft entsprechend honoriert wurden; eine Modellpremiere in einem Küchenstudio, eine große Weihnachtsaktion mit über 20 Kindergärten, Politikgespräche im Vorfeld der Wahlen, ein Spritspartraining mit Beteiligung des Rheiner Rathauses und vieles mehr.
Blick in die Zukunft
Für das kommende Jahr ist Senger skeptisch: „Die gesamte Automobilbranche leidet weiterhin unter den Folgen der Strukturkrise. Kein Hersteller plant, seine Kapazitäten dem realen Markt anzupassen. Damit bleibt der Druck auf das Preisniveau zulasten der Händlermarge bestehen und die Bedeutung des zweiten Vertriebsweges (Werksangehörige, Autovermieter, Tageszulassungen) wird weiter zunehmen. Bei Mercedes-Benz beträgt der Anteil bereits zirka 70 Prozent. Die Nfz-Branche stabilisiert sich auf dem niedrigen Niveau von 2009“, sagt Senger.
Somit rücken für ihn Liquidität, Rentabilität und Finanzierung in den Mittelpunkt einer betriebswirtschaftlichen und kaufmännisch professionellen Unternehmensführung.
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