Sensoren erfordern neue Kompetenz in der Reparatur
Die Elektronikflut in modernen Fahrzeugen macht auch Karosserie- und Lackbetrieben zu schaffen. Diagnoseanbieter AVL Ditest unterstützt sie im Umgang mit Fahrerassistenzsystemen.

Fahrerassistenzsysteme sind eines der großen Innovationsthemen in der aktuellen Fahrzeugentwicklung. Im Vordergrund stehen Sicherheitsaspekte wie radarbasierte Kollisionswarnung, Fußgängererkennung oder Toter-Winkel-Überwachung. Aber auch Komfortaspekte spielen eine Rolle. Sogenannte Umfeldsensoren wurden günstiger und werden daher auch in Volumenmodellen eingesetzt. Diese Entwicklung wirkt sich selbstverständlich auf die Arbeit der Karosserie- und Lackbetriebe aus.
Denn: Bei all diesen Systemen kommt es auf Genauigkeit und damit auf einen einwandfreien Einbau an, sprich auf die Justierung und Kalibrierung der Sensoren. Über die Lebensdauer eines Fahrzeugs können diese Sensoren dekalibriert werden, d. h., der Sensor hat die ursprünglich vorgesehene Position oder Orientierung verlassen – z. B. durch einen Unfall oder einen Defekt. Ein Großteil der Sensorik ist in Fahrzeugteilen verbaut, die im Falle eines Unfalls als erstes in Mitleidenschaft gezogen werden. Bei einer Reparatur oder dem Austausch von Komponenten ist somit die fachgerechte Justage des Systems unerlässlich.

„Durch Fachvorträge auf verschiedenen Veranstaltungen sowie durch unsere Fahrzeug-Hotline im Werkstattalltag wollen wir die Werkstätten für das Thema sensibilisieren und zielgerichtet informieren. Unsere Diagnoseprodukte unterstützen die Steuergeräte mit den entsprechenden Anlern- und Kalibrierfunktionen. Kontinuierliche Software-Updates speziell für diese Kundengruppe erweitern wir ständig“, listet Marcel Wendland, Leiter Forschung & Entwicklung beim AVL Ditest, das Engagement des deutsch-österreichischen Diagnosespezialisten auf.
Bereits seit einigen Jahren ist das Unternehmen mit unterschiedlichen Organisationen aus dem Bereich K&L in Kontakt, um die spezifischen Anforderungen dieser Branche zu erkennen und in die Produkte einfließen zu lassen. Bei der Unfallinstandsetzung ist es für die Werkstätten wichtig, dass die Diagnosetester wegen ihres seltenen und funktionsspezifischen Einsatzes den Anwender mit einer leichten und intuitiven Bedienung unterstützen. Die meistgenannten Anforderungen waren der nahtlose Übergang von der Gerätetechnik zu technischen Informationen sowie die Möglichkeit, nach Fahrzeugumbauten alle Fehlerspeicher von allen Steuergeräten mit nur einem Tastendruck löschen zu können. „Das sind letztlich alles Funktionen und Features, die wir in die Neuentwicklung unseres Diagnosesystems XDS 1000 integriert haben“, so Wendland weiter.

Wer sich selbst einmal ein Bild von der Kalibrierung besagter Assistenzsysteme machen möchte und darüber hinaus offen für eine weitere Anzahl karosserie- und lackerrelevanter Themen ist, der sollte am 27. April ins VCC nach Würzburg zu den Würzburger Karosserietagen kommen.
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