Service an E-Mobilen: Wir müssen draußen bleiben
E-Autos haben kaum Wartungsbedarf. In der Praxis bleibt die regelmäßige Inspektion zwar erhalten, aber mit deutlich weniger Teileumsatz. Schmerzhaft für Werkstätten: der fehlende Ölwechsel.

Schweigen am anderen Ende der Leitung. Der Anrufer spürt förmlich, wie sich Nissan-Händler Markus Walter aus Pforzheim anstrengt, um sich an technische Defekte bei den Elektroautos seiner Kunden zu erinnern. Aber: nichts. „Schäden an der elektrischen Antriebstechnik oder an der Batterie haben wir schlicht und einfach keine gehabt“, berichtet der Unternehmer, der immerhin 60 Nissan Leaf in seiner Werkstatt betreut. „Und durch die Rekuperation liegt auch der Bremsenverschleiß viel niedriger – bei manchen Kunden fast bei null“, fügt Walter hinzu.
Bei Smart sieht das nicht viel anders aus. Das Smart-Center Saarbrücken hat rund 80 Elektro-Zweisitzer im Bestand, und alles, was Werkstattleiter Werner Letter berichten kann, war Kleinkram wie ein Schaden am Batteriesteuergerät. Und beim BMW i3? „Keine Reparaturen an Batterie oder Antriebsstrang“, berichtet Mario Schmitz, Werkstattleiter bei Riller & Schnauck in Berlin. Nicht einmal der harte Taxieinsatz kann Elektrovehikeln offenbar etwas anhaben (siehe Kasten unten).
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