Service Award 2012: Das fünfte Standbein

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Breite Ausbildung für alle Servicemitarbeiter

Aber auch für die eigenen Mitarbeiter nimmt Kling die Aus- und Weiterbildung sehr ernst. Fünf bis acht Tage im Jahr bildet sich jeder Servicemitarbeiter im Jahr weiter. Dazu nutzt Kling neben dem DAF-Schulungsprogramm auch die Angebote der Aufbauten-Lieferanten. Zudem nehmen seine Mitarbeiter an Schulungen von Teilelieferanten teil. Eine Besonderheit in der Aus- und Weiterbildung ist, dass Kling für alle Servicemitarbeiter die Fahrerausbildung Klasse C (früher Klasse 2) bezahlt hat. Überhaupt denkt der Geschäftsführer häufig daran, wie er seine Mitarbeiter besser in sein Unternehmen integrieren kann. So kam ihm beispielsweise die Idee, den Kollegen mit geringem Krankenstand eine Prämie von bis zu 300 Euro auszuzahlen.

Kling machte sich schon 1982 selbstständig. Er begann mit einem Pkw-Betrieb, obwohl er nach eigenen Worten „den Lkw im Herzen hatte“. 1992 schloss er einen Servicevertrag mit DAF ab, nachdem ein Neubau die nötige Deckenhöhe für Nutzfahrzeuge mit sich brachte. 1997 erweiterte Kling seine Zusammenarbeit mit DAF um den Vertriebsvertrag. Übrigens – die Pkw-Sparte gibt es heute nicht mehr. Die Nutzfahrzeuge Kling GmbH ist ein reiner Nutzfahrzeugbetrieb geworden.

Firmeneigenes Wirtshaus erwartet die Servicekunden

Einige Eigenheiten der Pkw-Welt hat Kling allerdings beibehalten: beispielsweise die Öffnungszeiten. An Werktagen schließt der Betrieb seine Tore bereits um 18 Uhr, was im Nutzfahrzeugservice eher selten ist. „Wir haben längere Servicezeiten angeboten“, erklärt Kling. Die Kunden – zu denen immerhin rund 250 Firmen mit Fuhrparks zwischen 1 und 55 Fahrzeugen gehören – hätten diese allerdings nicht angenommen. Sie würden nach 18 Uhr ihre Fahrzeuge nicht mehr zum Service bringen. „Deshalb kommen wir mit unseren Öffnungszeiten sehr gut klar“, beteuert der Unternehmer. Dies kann er tun, weil er genau weiß, dass seine Mitarbeiter nicht ständig zur Stechuhr schielen, wenn es auf den Feierabend zugeht. „Die Fahrzeuge werden nach Möglichkeit zum Abend fertiggestellt, auch wenn es deutlich länger dauert als 18 Uhr. Alles andere kostet unsere Kunden zu viel Geld“, sagt Kling.

Auch abseits der Dienstleistung rund um das Nutzfahrzeug hat der Betrieb noch etwas zu bieten. Die Klings gehen mit Kunden und Fahrern ab und an in den „König Ludwig“. Dieses firmeneigene Wirtshaus steht auch für den normalen Publikumsverkehr offen.

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