In der Dialogannahme des Opel-Betriebs stellen die Serviceberater ihre Kompetenz unter Beweis. „Gemeinsam mit unseren Kunden checken wir ihre Autos. Wir machen sie auf verschlissene Fahrzeugteile aufmerksam und sagen ihnen, wie lange sie damit noch fahren können“, erklärt der Serviceleiter. Hier stehe die fachliche und individuelle Beratung im Vordergrund und nicht „der Verkauf um jeden Preis“. Den Kunden wird genau erklärt, was sie an ihrem Fahrzeug unbedingt instand setzen müssen und was sie eventuell später reparieren lassen können. Das schafft Vertrauen und sorgt für eine langfristige Kundenbindung. Die Serviceberater weisen ihre Kunden aber nicht nur auf die Fahrzeugmängel hin. Sie loben auch den guten Zustand der Autos und die Kaufentscheidung für die Marke Opel.
Autohaus-Standort mit Durchgangsverkehr
Die Dialogannahme ist von großen Glasscheiben umhüllt, einsehbar und gliedert sich auf der rechten Seite an das Kundenzentrum an. Dort haben die Serviceberater und -assistentinnen ihre Arbeitsplätze. Auf der linken Seite der Annahme befinden sich die Aufbereitungsplätze für Gebrauchtwagen, eine Fahrzeugpräsentation und die Waschanlage des Autohauses. Direkt an der Dialogannahme führt auch eine öffentliche Straße vorbei. Diesen Weg benutzen viele Autofahrer, die zu den naheliegenden Geschäften und Discountern wollen. Das bringt Frequenz für die Waschanlage, den Fahrzeugverkauf und das Werkstattgeschäft.
Die Passanten sehen natürlich auch die regelmäßig stattfindenden Events des Barbarossa-Betriebs wie beispielsweise die Pannenkurse für Frauen und die Gesundheitstage – die zum Mitmachen einladen. Der letzte Gesundheitstag im Mai dieses Jahres richtete sich an die Zielgruppe der Senioren. „Dabei konnten die älteren Autofahrer ihre Fahrtüchtigkeit beweisen. Mit kooperierenden Firmen führten wir Blutdruckmessungen, Seh-, Hör- und Gleichgewichtstests durch. Und am Fahrsimulator konnten unsere Gäste ihre Reaktionsfähigkeit demonstrieren“, erläutert Grüllmeyer.
Aktionen erhöhen den Bekanntheitsgrad
Eine ebenso aufsehenerregende Aktion war die „Rettung des höchsten schiefen Turms der Welt“. Gemeint ist ein Kirchturm in Bad Frankenhausen, der wie das Wahrzeichen von Pisa in Schieflage geraten ist. Das Autohaus veranstaltete ein Gewinnspiel, mit dessen Erlös der Turm stabilisiert wurde. „Wir verlosten Servicegutscheine. Zur Übergabe luden wir die Sieger ins Autohaus ein, wo das Fernsehen über sie berichtete. Dadurch erzielten wir Traffic und erhöhten unseren Bekanntheitsgrad“, erklärt der Geschäftsführer.
Um sich in Zukunft im Servicemarkt noch besser zu positionieren und die Beschäftigten zu qualifizieren, befragt Grüllmeyer derzeit in seinem Autohaus die Mitarbeiter und möchte von ihnen wissen:
- Wie soll Eure Arbeit hier im Unternehmen zukünftig ablaufen?
- Ist Euer Arbeitsplatz zeitgemäß?
- Wie findet Ihr das Betriebsklima?
- Seid Ihr gut ausgebildet?
- Sind die Arbeitsabläufe optimal?
- Was denkt Ihr über das Autohaus? Hat es in dieser Form eine Zukunft?
- Was denkt Ihr über unseren Vertragspartner, die Adam Opel AG?
Zwei Maßnahmen möchte Grüllmeyer schon in Kürze umsetzen: „Den Fremdfabrikatsanteil von rund 20 Prozent wollen wir steigern. Und im Unfallgeschäft möchten wir mit mehr Versicherungen zusammenarbeiten, um von der Schadensteuerung zu profitieren.“
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