Das sorgt für Kundenbindung. Das VW-Autohaus hat in diesem Zusammenhang auch eine eigene Kundenkarte entwickelt. „Wir wollten nicht noch eine Kundenkarte, die in den Geldbörsen unserer Kunden auf Nimmerwiedersehen verschwindet“, sagt Weeber. Deshalb gibt es die Weeber-Kundenkarte in Form eines Schlüsselanhängers, den jeder Kunde nach dem Service automatisch an seinem Autoschlüssel findet. Der besondere Clou: Das Autohaus übernimmt mit dieser Karte für ein Jahr den Flüssigkeitsverbrauch (ausgenommen Kraftstoff) des Fahrzeugs.
Ist der Kunde im Haus, findet er auf jeder Auftragskarte die Arbeitsposition „01220000“. Diese steht für die Dialogannahme und soll vom Serviceberater grundsätzlich durchgeführt werden. Die Dialogannahme bringt dem Serviceannehmer sogenannte Happy-Service-Punkte, die er gegen Sachprämien eintauschen kann. Dass es sich dabei um eine sehr erfolgreiche Maßnahme handelt, zeigt, dass fast 80 Prozent aller Kundenfahrzeuge bei einem Werkstatttermin im Autohaus Weeber über die Dialogannahme laufen. Kann der Kunde sein Fahrzeug einmal nicht selbst bringen, dann nutzt er einfach den kostenlosen Hol- und Bringservice des Autohauses. Diesen führen zwei fest angestellte Mitarbeiter rund 200-mal im Monat durch.
Im Jahr 2009 hat Weeber sein Dienstleistungsangebot um das VW-System „Clever Repair“ erweitert, das den gesamten Bereich der Smart-Repair-Arbeiten abdeckt. „Wir sind damals mit dem Clever-Repair-Mobil zu unseren Großkunden gefahren und haben ihnen vorgestellt, wozu wir in der Lage sind“, berichtet Serviceleiter Hartmut Veyhl.
Im Jahr 2009 habe das dem Autohaus einen zusätzlichen Umsatz von rund 59.000 Euro gebracht. Im Jahr 2011 belief sich der Clever-Repair-Umsatz schon auf etwa 109.000 Euro. „Dabei muss man bedenken, dass nur rund 15 Prozent der anstehenden Karosseriereparaturen davon abgedeckt werden – der Rest geht deutlich über die Leistungsfähigkeit des Clever-Repair-Mobils hinaus“, fügt Veyhl an. Das würde die Werkstatt auslasten. Das Ziel für die Zukunft sei, dieses Angebot auch den Einzelkunden in der Dialogannahme zugänglich zu machen.
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