Sessner nutzt Umweltprämie überzeugend

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Wer glaubte, dass sich Sessner nun auf den Erfolgen ausruhte, irrte sich. Denn es folgte Frau Knapp: ein Fotomodell aus den USA, dessen Name genau zu der neuen Marketingidee des Autohauses passte. Von Juli bis September war sie das Aushängeschild von Sessner. Die Werbung sollte die Leser auf das Auslaufen der Umweltprämie und die letzte Chance hinweisen, die 2.500 Euro zu kassieren. Die Ideenschmiede für die Werbekampagnen vom Autohaus Sessner liegt bei der Agentur „Büro3“ in Gaukönigshofen.

Kundenreklamationen sind Chefsache

Obwohl Sessner stets auf eine gute Arbeit achtete, konnte das Autohaus nicht jeden Kunden zufriedenstellen. Sei es, dass sie das Verkaufsgespräch oder die Auslieferung beanstandeten, sich über die Lieferzeit oder die Fahrzeugqualität beschwerten.

Um die Wogen wieder zu glätten, veranstaltete das Autohaus eine weitere Sonderfahrt mit dem Zug: Dieses Mal zu einem exklusiven Kundenevent nach Frankfurt während der Internationalen Automobilausstellung (IAA). Am Messestand von Volkswagen erlebten die Mitfahrer einen ganz besonderen Abend mit Show, Speis und Trank, bevor es mit dem Messeshuttle wieder zurück nach Kitzingen ging.

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Sessner konnte nach acht Monaten einen Haken an das Thema Umweltprämie machen. Zurück blieben ein regionaler Marktanteil von 56 Prozent mit den Marken Audi und VW sowie über 3.000 neue Kunden.

Zuwachs auch in anderen Bereichen

Neben dem Privatkundengeschäft scheinen auch die weiteren Säulen von Sessner zu tragen, denn die Geschäftsführung geht optimistisch ins ungewisse Jahr 2010. „Wir liegen zum Jahresstart in allen Unternehmensbereichen 20 Prozent über den Werten aus dem Normaljahr 2008“, erklärt Bergmann. Sei es das Flottengeschäft mit über 250 Großkunden, die jährlich 3.000 Fahrzeuge anfragen, oder ein solides Gebrauchtwagengeschäft. Auch das Aftersales-Geschäft konnte Sessner seit November 2006 um satte 50 Prozent steigern.

„All dies haben wir natürlich nicht von heute auf morgen erreicht, sondern uns über einen langen Zeitraum erarbeitet“, sagt Bergmann. Vom wenig lukrativen Geschäft mit Mietwagenrückläufern hat sich Sessner schon vor anderthalb Jahren verabschiedet.

Viel über die Kunden gelernt

„Im vergangenen Jahr konnten wir während der vielen grenzwertigen Situationen einiges über die Psychologie unserer Kunden lernen. Das hilft uns sehr dabei, ihre Wünsche und Vorstellungen auch in Zukunft zu verstehen und weiter an uns zu feilen“, sagt Bergmann.

Für ihn ist ein Autohaus in erster Linie nämlich eines: Ein Dienstleister mit dem Auftrag, auf den Kunden einzugehen, ihn zu überzeugen und nachhaltig an sich zu binden – so sieht ein professionelles Geschäft aus.

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