Sicherheit im Autohaus: Das Auto funkt Alarm

Autor / Redakteur: Julia Mauritz / Julia Mauritz

Das Herrenberger Audi-Autohaus Weeber schützt sein Außengelände nicht nur mittels Kameras, Lautsprechern und einem Wachdienst vor kriminellen Banden. Es sichert seine hochpreisigen Neu- und Gebrauchtwagen auch einzeln ab.

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Die Signalgeber werden einfach in den Zigarettenanzünder gesteckt.
Die Signalgeber werden einfach in den Zigarettenanzünder gesteckt.
(Bild: Mauritz)

Zwischen 150 und 200 neue und gebrauchte Audis stehen auf dem weitläufigen Außengelände des Herrenberger Autohauses Weeber – darunter auch einige Fahrzeuge, die über 100.000 Euro kosten, wie ein RS7, A8 oder R8. Durch einen Zaun abgesichert ist der in einem Gewerbegebiet angesiedelte Audi-Sport-Partner bewusst nicht. Auch außerhalb der Geschäftszeiten sollen die Besucher die Möglichkeit haben, über den Gebrauchtwagenplatz zu flanieren.

So viel Offenheit, die Abgeschiedenheit und die schlechte Einsehbarkeit des Geländes von der Straße aus kommt allerdings auch kriminellen Banden aus Osteuropa zugute, die auf Bestellung ganz gezielt Ersatzteile entwenden. Sie hatten dem Autohaus in der Vergangenheit schon mehrfach nachts einen Besuch abgestattet und auf dem weitestgehend ungesicherten Außengelände mit Vorliebe 21-Zoll-Radsätze entwendet. „Wir haben die zum Teil stark beschädigten Autos dann morgens auf den Bremsscheiben stehend aufgefunden“, erinnert sich Verkaufsberater Sascha Cupal. Auch ein junger gebrauchter Audi RS7 ist dem Herrenberger Autohaus, das jährlich rund 1.000 Neu- und Gebrauchtwagen verkauft, bereits geklaut worden. Unter dem Strich beziffert Sascha Cupal den erlittenen Schaden allein in einem Jahr auf eine gut sechsstellige Euro-Summe.