Sicherheitslücken bei i-Kfz Kraftfahrt-Bundesamt sperrt Zulassungsstellen

Von Doris S. Pfaff 1 min Lesedauer

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Die schlechten Nachrichten zum Zulassungssystem i-Kfz reißen nicht ab. Nun will das Kraftfahrt-Bundesamt zum Jahresende mehrere Hundert Zulassungsstellen wegen Sicherheitslücken sperren. Das teilte der Dienstleister Premiumzulasser mit.

Zwischen den Jahren und über den Jahreswechsel planen einige Zulassungsstellen zu schließen. Für den Autohandel könnte das wegen der auslaufenden staatlichen Förderung für Plug-In-Hybride problematisch werden. (Bild:  Kroschke-Gruppe/Lars Franzen)
Zwischen den Jahren und über den Jahreswechsel planen einige Zulassungsstellen zu schließen. Für den Autohandel könnte das wegen der auslaufenden staatlichen Förderung für Plug-In-Hybride problematisch werden.
(Bild: Kroschke-Gruppe/Lars Franzen)

Es ruckelt weiter kräftig in Sachen automatisierte Onlinezulassung durch den Autohandel. Wegen Sicherheitslücken plant das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) nach Angaben des Dienstleisters Premiumzulasser, voraussichtlich 284 von 415 bundesweiten Zulassungsstellen den Onlinezugang sperren, weil deren Systeme nicht die Sicherheitsmindeststandards erfüllen.

„In der Praxis bedeutet dies, dass fast 70 Prozent aller Behörden Neuzulassungen, Besitzumschreibungen, Außerbetriebsetzungen und andere Aufträge wie früher nur in Papierform entgegennehmen und bearbeiten können“, so Florian Cichon, Vorstandsvorsitzender des Kölner Unternehmens.

Das heißt, diese Stellen müssen die Kunden weiterhin persönlich aufsuchen. Gesperrt wird laut Cichon nicht nur der Zugang zur neu eingerichteten Großkundenschnittstelle für gewerbliche Nutzer wie Autohäuser und Zulassungsdienstleister, sondern auch der Zugriff auf die örtlichen Portale der Zulassungsstellen, über die Privatkunden Neuzulassungen vornehmen können.

„Im Offlinebetrieb wird die Auftragsbearbeitung deutlich länger dauern als online. Autohäuser, Zulassungsdienstleister und andere Marktteilnehmer werden davon nicht begeistert sein“, so Cichon. Die Mindestsicherheitsanforderungen habe das KBA im Zuge der Einführung von i-Kfz definiert. Wann die vom Netz genommenen Zulassungsbehörden die Sicherheitsauflagen erfüllen und wieder online arbeiten können, lasse sich noch nicht absehen, so Cichon.

Damit dürfte die bundesweit funktionierende voll automatisierte Onlinezulassung weiterhin Zukunftsmusik bleiben. Cichon glaubt nicht, dass das System vor Ende 2024 bundesweit arbeiten wird.

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