Sicherheitsprüfung: Noch immer viele Mängel

Autor / Redakteur: Christoph Baeuchle / Christoph Baeuchle

Wie wichtig die Sicherheitsprüfung ist, zeigt erneut die SP-Mängelstatistik: 40 Prozent der geprüften Fahrzeuge waren nicht in Ordnung, bei sechs Prozent half auch eine Reparatur nicht mehr.

Die SP schafft mehr Sicherheit im Straßenverkehr.
Die SP schafft mehr Sicherheit im Straßenverkehr.
(Bild: Scania)

Zwar hat sich die Mängelquote bei der Sicherheitsprüfung etwas gebessert, aber Grund zum Aufatmen gibt es noch nicht. Im vergangenen Jahr ist die Quote um 1,1 Punkte auf 40,4 Prozent gesunken, wie aus dem jüngst veröffentlichten SP-Mängelbericht 2016 hervorgeht, den der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe jährlich vorlegt. In die Statistik gingen die Daten von 4.185 anerkannten SP-Betrieben ein.

Insgesamt untersuchten die SP-Werkstätten im vergangenen Jahr mehr als 563.500 Lkws, Omnibusse und Anhänger. An knapp 228.000 Fahrzeugen stellten die Prüfer fast 313.700 Mängel fest, entsprechend fanden sie an jedem der beanstandeten Fahrzeuge im Schnitt nahezu 1,4 Mängel.

Von den Fahrzeugen, die nicht in Ordnung waren, konnte jedes siebte (15 %) seine Fahrt aufgrund erheblicher Mängel nicht fortsetzen. Die verbliebenen 85 Prozent der Fahrzeuge haben die SP-Prüfung nach einer entsprechenden Reparatur bestanden.

Betroffen waren alle Fahrzeugarten, wenn auch die Mängelquote je nach Typ etwas unterschiedlich ausfiel. Negativer Spitzenreiter waren die Anhänger mit einer Mängelquote von 45 Prozent. Etwas seltener fanden die Prüfer Mängel an Bussen (41 %) sowie Lkws und Zugmaschinen (37 %).

Hauptkritikpunkt der Prüfer waren die Bremsen. Rund 43 Prozent der beanstandeten Fahrzeuge hatten Probleme mit der Bremsanlage. Bei mehr als jedem dritten Fahrzeug (37 %) kritisierten die Experten Fahrgestell, Fahrwerk, Aufbau oder Verbindungseinrichtungen. Deutlich geringer fiel die Mängelquote an den Reifen (11 %) und der Lenkung (9 %) aus.

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