Sikkens baut UV-Palett aus
Akzo Nobels Tochterunternehmen Sikkens wird sich auch künftig intensiv mit der UV-Technologie für Lacke beschäftigen.
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„Das Jahr 2007 gehört eindeutig zu den guten Jahren der Branche“, berichtet Heinz Piskay, Geschäftsführer der Sikkens GmbH in Stuttgart. Dafür verantwortlich sei sicherlich die allgemein gute Konjunkturlage, die sich 2006 bereits in einem positiven Trend angedeutet habe. „Diese erfreuliche Entwicklung wurde uns auch von unseren Kunden bestätigt“, sagt Piskay. Nach Aussage vieler Betriebsinhaber sei das vergangene Jahr von Wachstum und guter Auslastung geprägt gewesen. „Wir haben es natürlich mit einer gewissen Bandbreite in den Betriebsergebnissen zu tun“, relativiert der Sikkens-Geschäftsführer.
Dem Jahr 2008 sieht er mit Spannung entgegen. „Wir haben im vergangenen Jahr alle unsere Betriebe endgültig auf die VOC-konformen Materialien umgestellt. Dieser Prozess hat sowohl in der Industrie als auch in den Lackierbetrieben Kapazitäten gebunden“, berichtet Piskay.
Diese seien nun frei, um neue Projekte anzugehen. Beispielsweise will die Akzo-Nobel-Tochter Sikkens sich intensiv mit der UV-Technologie und dem flächendeckenden Einsatz ihrer lichttrocknenden Materialien beschäftigen. In diesem Jahr werde der Fokus voll und ganz auf die Vermarktung der UV-Lacke und die Vervollständigung der Produktpalette gerichtet. Zur Jahresmitte wird diese beispielsweise mit einem UV-Füller ausgebaut . „Wir haben uns am Anfang ganz bewusst auf den UV-Klarlack konzentriert, weil man hiermit den größten Effekt hinsichtlich der Energie- und Zeiteinsparung erzielen kann“, erläutert Piskay.
UV wird ausgebaut
Nun würde die Palette erweitert, weil darüber hinaus auch die chemischen und physikalischen Eigenschaften der UV-Materialien überzeugend seien. „Im Spachtel und Füller-bereich sind die Prozesse und Technologien allerdings jetzt schon so gut, dass eine Zeit- und Energiekostenoptimierung zwar machbar, aber längst nicht mehr in der Dimension wie beim Klarlack zu erreichen ist“, fügt Piskay an und betont, dass sich Sikkens mit seinen Lacksystemen auch nicht der Infrarot- oder Lufttrocknung verschließe.
„Die derzeit etwas getrübte Konjunkturentwicklung ändert nichts an den grundsätzlich positiven Wirtschaftsdaten“, gibt sich Piskay optimistisch, „auch 2008 dürfte wieder ein gutes Jahr werden.“ Allerdings glaubt er, dass die Qualitätsansprüche der Kunden an die Betriebe steigen werden.
„Qualität war schon immer ein zentrales Thema im Lackierbetrieb. Heute werden die Betriebe aber eher vor die Entscheidung gestellt, welche Qualität muss ich denn für den geforderten Preis liefern“, erklärt Piskay. Auch die Qualität der Lackierarbeit ließe sich in verschiedene Segmente unterteilen. Bei älteren Fahrzeugen müssten zeitwertgerechte Reparaturansätze gewählt werden. Das könnte eventuell auch auf die Betriebe und die Lackierung eines älteren Fahrzeugs zukommen. „Der Lackhersteller kann diese Forderung teilweise unterstützen“, erklärt Piskay. Im Klarlackbereich gebe es diese Segmentierung bereits, indem Premiumklarlacke und Produkte für das untere Preissegment angeboten würden.
Analyse der Prozesse
Doch die richtigen Produkte machen den guten Lackierbetrieb nicht allein aus. „Es wird für die Betriebe zunehmend wichtiger, ihre Prozesse zu durchleuchten“, erläutert Piskay. Der Lackhersteller könne die Werkstätten bei der Gestaltung ihrer technischen und betriebswirtschaftlichen Prozesse unterstützen. Dabei ginge es darum, mithilfe der Sikkens-Betriebsberater die Schritte aus dem Werkstattprozess herauszufiltern, die keinen Mehrwert bringen. „Gerade die betriebswirtschaftliche Seite der täglichen Arbeit in den Lackierbetrieben wird an Bedeutung gewinnen. Aber das ist keine Entwicklung, die dieses Jahr plötzlich eingesetzt hat. Vielmehr handelt es sich um eine Fortschreibung der Entwicklung der vergangenen Jahre“, erklärt der Manager.
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