Reifen für E-Autos Sind Spezialisten wirklich besser?

Von Dipl.-Ing. (FH) Jan Rosenow 10 min Lesedauer

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Manche Reifenhersteller setzen auf eine eigenständige Reifenlinie für Elektroautos – andere machen lieber ihre „normalen“ Produkte EV-fit. Welche Argumente beiden Seiten für ihre jeweilige Entscheidung haben, lesen Sie in unserer Übersicht.

In der iOn-Produktlinie von Hankook für Elektroautos gibt es mittlerweile Sommer-, Winter und Ganzjahresreifen (Bild).(Bild:  Hankook)
In der iOn-Produktlinie von Hankook für Elektroautos gibt es mittlerweile Sommer-, Winter und Ganzjahresreifen (Bild).
(Bild: Hankook)

Es dürften ein paar Korken geknallt haben in der Siemensstraße 14 in Neu-Isenburg, dem Sitz der Hankook Tire Europe GmbH, als die Zeitschrift „Auto-Bild“ im März ihren Test von Reifen für E-Autos veröffentlichte. Denn Hankook hat als einer von nur sehr wenigen Reifenherstellern eine komplett eigene Produktlinie speziell für Elektroautos entwickelt, und zwar den iOn. Und passenderweise hat sich der iOn Evo bei den Hamburger Reifentestern um Dierk Möller gegen die Premium-Konkurrenten von Continental, Goodyear und Michelin durchsetzen können, aber auch gegen einen anderen E-Auto-Reifen, den E.Ziex von Falken.

Der Testsieg dürfte die Entscheidung der koreanischen Produktplaner im Nachhinein vergolden – und sie klingt ja auch nur logisch: Denn was sollte sich besser für E-Autos eignen als ein Reifen, der ganz speziell auf das hohe Drehmoment und Gewicht der Stromer hin ausgelegt wurde? Und doch steht Hankook mit seiner Strategie ziemlich allein da. Folgende Vorgehensweisen bezüglich Elektroautos lassen sich in der Reifenindustrie beobachten: