Sixt Sinkende Restwerte für E-Modelle führen in die Verlustzone

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Der Autovermieter ist bilanziell schwach ins Jahr gestartet. Für das erste Quartal weist Sixt einen Verlust aus. Ursache sind höhere Fahrzeugkosten – und hier speziell der Wertverfalls von Elektroautos.

Sixt musste im ersten Quartal 2024 einen Verlust ausweisen. Ursache ist unter anderem der Preisverfall von E-Autos.(Bild:  Grimm – VCG)
Sixt musste im ersten Quartal 2024 einen Verlust ausweisen. Ursache ist unter anderem der Preisverfall von E-Autos.
(Bild: Grimm – VCG)

Nach einem verlustreichen Jahresstart streicht der Autovermieter Sixt seine Gewinnprognose für 2024 zusammen. Die Unternehmensführung rechnet jetzt noch mit einem Vorsteuergewinn zwischen 350 und 450 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Freitag in Pullach mitteilte. Bisher hatte das Management 400 bis 520 Millionen Euro angepeilt. Für die Sixt-Stammaktien ging es nach den Neuigkeiten vom frühen Nachmittag zeitweise um rund 15 Prozent abwärts.

Im ersten Quartal schrieb der Autovermieter aus Pullach bei München unter dem Strich einen Fehlbetrag von gut 23 Millionen Euro nach einem Gewinn von 22 Millionen ein Jahr zuvor. Vor Steuern lag das Minus diesmal bei 27,5 Millionen Euro. Schuld sind dem Unternehmen zufolge vor allem höhere Fahrzeugkosten.

Das liegt vor allem an den gefallenen Restwerten der Fahrzeuge – vor allem bei Elektroautos. Sixt kann die Fahrzeuge daher nur zu schlechteren Konditionen weiterverkaufen. Diese Entwicklung habe sich jüngst sogar noch weiter verstärkt, berichtete das Unternehmen. Zudem belasteten schlechte Konjunkturaussichten, hohe Zinsen und sinkende Marktpreise in einigen Regionen das Ergebnis.

Gewinn im Gesamtjahr angestrebt

Dennoch will Sixt im laufenden zweiten Quartal zurück in die schwarzen Zahlen kommen. Der Vorsteuergewinn soll dann auf 60 bis 90 Millionen Euro steigen. Einerseits ist das erste Quartal beim Vermieter typischerweise schwach. Andererseits arbeitet das Unternehmen laut dem scheidenden Finanzchef Kai Andrejewski „bereits seit Anfang des Jahres unternehmensweit konsequent daran, in allen Bereichen, die wir beeinflussen können, Kosten zu optimieren und unsere Effizienz weiter zu steigern“.

In der zweiten Jahreshälfte erwartet sein designierter Nachfolger Franz Weinberger „verstärkten Rückenwind“. Positiv stimme „der erfreuliche Branchenausblick zur Reisenachfrage für die Sommermonate, auf die der Großteil unseres Ertrags entfällt“, sagte der Manager.

Während die Sixt-Führung für 2024 jetzt mit weniger Gewinn rechnet, soll der Umsatz weiterhin wie geplant deutlich über den 3,62 Milliarden Euro aus dem Vorjahr liegen. Im ersten Quartal lag der Erlös mit 780 Millionen Euro um gut 12 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Besonders stark ging es in Nordamerika und Deutschland aufwärts.

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