Sixt Leasing: Ergebnissprung im ersten Halbjahr
Die Sixt Leasing AG hat ein erfolgreiches erstes Halbjahr 2015 verzeichnet. Wesentlichen Anteil daran hat das Geschäftsfeld Online Retail über die Sixt-Neuwagenplattform.

Die Sixt Leasing AG hat ein erfolgreiches erstes Halbjahr 2015 verzeichnet. Konzernumsatz und -ergebnis lagen weit über den Vorjahreswerten. Das Konzernergebnis vor Steuern (EBT), die wichtigste Kennzahl des Unternehmens, stieg um 43 Prozent auf 13,7 Mio. Euro. Die operative Umsatzrendite nahm um 1,8 Prozentpunkte auf 6,4 Prozent zu. Der Vorstand des Mobilitätsdienstleisters, dessen Aktie seit dem 7. Mai 2015 an der Frankfurter Börse notiert ist, bestätigt angesichts des erfolgreichen ersten Halbjahres die bisherigen Umsatz- und Ergebniserwartungen für das Gesamtjahr 2015.
Der Vertragsbestand des Konzerns im In- und Ausland lag zur Jahresmitte 2015 bei rund 91.200 Verträgen. Der Rückgang gegenüber dem Wert vom 30. Juni 2014 (96.200 Verträge; –5,1 %) ist vor allem auf den Geschäftsbereich Flottenmanagement zurückzuführen, da im zweiten Quartal 2015 ein Großkunde mit rund 7.400 Verträgen nicht mehr enthalten war, nachdem der Sixt-Leasing-Konzern die Vereinbarung aufgrund der nicht ausreichenden Profitabilität nicht mehr fortgeführt hatte.
Entwicklung der operativen Segmente
Das operative Geschäft ist in die beiden Segmente Leasing (unterteilt in Flottenleasing und Online Retail) sowie Flottenmanagement unterteilt.
Das Segment Leasing erreichte in den ersten sechs Monaten 2015 einen Umsatz aus Leasinggeschäften (Finanzleasing und Service) von 198,8 Mio. Euro und damit ein Wachstum von 3,7 Prozent (H1 2014: 191,8 Mio. Euro) gegenüber dem Vorjahr. Der Zuwachs ist auf erhöhte Umsätze im Finanzleasing (+11,2 %) zurückzuführen, vor allem dank des anhaltenden Wachstums des Geschäftsfeldes Online Retail. Inklusive der Fahrzeugverkäufe stiegen die Erlöse des Segments um 16,9 Prozent auf 293,6 Mio. Euro (H1 2014: 251,3 Mio. Euro). Der Vorsteuergewinn (EBT) des Segments nahm deutlich um 25,4 Prozent auf 12,3 Mio. Euro zu, nach 9,8 Mio. Euro im ersten Halbjahr des Vorjahres. Der Vertragsbestand des Segments lag zum Ende des ersten Halbjahres 2015 bei etwa 68.200, ein Zuwachs um 5 Prozent gegenüber dem Wert Mitte 2014 (65.000 Verträge). Dabei entwickelte sich das Geschäftsfeld Online Retail, das Privat- und Gewerbekunden über die Plattform www.sixt-neuwagen.de adressiert, mit einem Wachstum von 35,2 Prozent auf circa 18.700 Verträge (H1 2014: 13.900 Verträge) weiterhin dynamisch.
Das Segment Flottengeschäft verzeichnete im ersten Halbjahr 2015 einen Zuwachs des Gesamtumsatzes um 73 Prozent auf 35,5 Mio. Euro (H1 2014: 20,5 Mio. Euro). Wesentlicher Grund war der signifikante Anstieg der Verkaufserlöse. Der Umsatz aus Serviceleistungen lag mit 17,1 Mio. Euro um 6,3 Prozent unter dem Wert im Vorjahreszeitraum (18,2 Mio. Euro). Die Sixt Mobility Consulting GmbH hatte den Vertrag mit einem Großkunden – wie bereits angeführt – nicht fortgeführt, da die Profitabilitätserwartungen nicht erfüllt wurden. Die Fahrzeuge wurden noch bis Ende März betreut, waren jedoch im Bestand des zweiten Quartals nicht mehr enthalten. Der Wegfall des Kunden hat jedoch einen positiven Einfluss auf die Rentabilität des Flottenmanagementgeschäfts. Das EBT des Segments nahm von Januar bis Juni auf 1,4 Mio. Euro zu (H1 2014: –0,2 Mio. Euro). Zum 30. Juni lag der Vertragsbestand im Flottenmanagement mit rund 23.000 Verträgen unter dem Niveau des ersten Halbjahres 2014 (31.200 Verträge), in erster Linie aufgrund der Beendigung des erwähnten Vertrags mit einem Großkunden. Daneben werden von der Managed Mobility AG, dem neuen Joint-Venture für Flottenmanagement in der Schweiz, rund 6.000 Verträge verwaltet.
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